2010

Shirakawa-go & Gokayama

Wer auf sehr alte japanische Baukunst steht, sollte sich unbedingt nach Shirakawa-go und Gokayama begeben. Diese beiden Dörfer gehören mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe und ein Besuch dort lohnt sich nicht nur wegen der schönen Landschaft, sondern auch der Geschichte der Dörfer..

Man findet dort überwiegend Gassho Zukuri – also Häuser „gebaut wie betende Hände“. Diese Bauform entwickelte sich durch den Schutzbedarf vor starkem Schneefall, denn Schnee gibt es dort im Winter immer massig.
Bei einigen Führungen durch ein paar der Häuser, werden einem Baudetails und die Gründe dafür sehr anschaulich erklärt, jedoch kann ich mich an das meißte ob der dazwischenliegenden Zeit leider nicht mehr erinnern.

Einige der Häuser sind schon über 250 Jahre alt, aber es werden auch immer wieder neue Häuser mit traditioneller Handwerkskunst errichtet. Natürlich nutzt man heutzutage auch moderne Maschinen, die einem die Arbeit erleichtern, aber die Grundkonstruktionen und Materialien an sich sind über all die Jahre die Selben geblieben.

Shirakawago ist etwas größer als Gokayama, besitzt eine eigene Touristeninformation und viele „Museumshäuser“ (als Häuser, die zwar noch bewohnt sind, bei denen die Familien aber Zugang zu verschiedenen Räumen mit Infotafeln ermöglichen). Gokayama hat auch einige dieser Museumshäuser, ist aber – von meinem Bauchgefühl her- ländlicher und ruhiger.

Die Dachböden der Häuser wurden für viele Zwecke genutzt – am beliebtesten aber waren sie zur Seidenraupenzucht. Auch heute findet man dort noch Familien, die Seidenraupen züchten, jedoch eher für touristische Zwecke.

Früher waren es Dörfer, die schwer erreichbar waren. Es gab keine Straßen, nur ausgelatschte unsichere Wege und wilde Tiere, die einem den Weg zwischen den viele Kilometer auseinanderliegenden Dörfern erschwerten. In den Wintern war es besonders schlimm. Räumdienste und modernes Gerät gab es nicht und so konnte bei einem Notfall auch nur schwerlich ein Doktor geholt werden (Telefonanbindung gab es ja auch nicht…).

In Shirakawago übernachteten wir bei einer Familie, die schon seit vielen Generationen dort lebt und hatten dadurch Gelegenheit, auch ein wenig über die Vergangenheit aus 1. bzw. 2. Hand zu hören.

Die Hausherrin (ich schätzte sie auf Anfang 70) war sehr offen und erzählte uns, dass sie durch Versorgungsprobleme im Winter mehrere Geschwister verloren hätte. Auch ihr Großvater sei bei einem Unfall gestorben, denn um einen Arzt zu holen, musste erst ein Bote ins nächste Dorf geschickt werden, der den Arzt (so er denn nicht grade unterwegs zu einem anderen Dorf war) holen sollte.

Wie ich bin, stelle ich mir soetwas sehr bildlich vor und überlegte, wie es mir gehen würde wenn eines meiner Kinder… ich glaube, ich könnte dort nicht weiter leben.

Aber für diese Familie kam ein Verlassen des Dorfes nicht in Frage, und die Zeiten änderten sich. Moderne Straßen wurden errichtet, modernere Einrichtungen wurden gegründet und das wieder erwachende Interesse der Japaner an ihrer eigenen Kultur sorgte für den Rest. Der perfekte Touristenmagnet ward erschaffen.

Dadurch änderte sich das Leben dort stark. Man stellte sich auf Touristen ein, öffnete sein Haus für Gäste, verdiente Geld mit der eigenen Geschichte, produzierte Waren, die die Touristen mit glücklichen Gesichtern mit nach Hause bringen würden.Das ist bis heute auch so geblieben.

Mittlerweile sind die dort verkauften Sachen allerdings überwiegend Massenware, die man auch in den umliegenden Dörfern erstehen kann.

Ich war froh, dass wir in Shirakawago über Nacht blieben, denn so konnte man das Dorf auch ohne den riesigen Touristenstrom sehen. Kein „MikiMikiMiki“ mit pinkem Regenschirm-gefuchtel.

Stille.

Natur.

Zirkarden.

Glühwürmchen.

..und ein unglaublich klarer Sternenhimmel


es schaut mich an..

So, die Bilder vom letzten Post sind nun auch endlich alle hochgeladen! Ein Hoch auf einen internetfähigen Computer!

Heute für euch – was man mit 600 yen (~6€) so alles machen kann..

…z.B. einen winzigen Cappuccino im riesigen Bahnhofskomplex von Kyoto trinken…

Für nur 700 yen mehr gibt es dazu auch ein Esslöffel großes Stück Kuchen!

Nun wo ich mit Kyoto „durch bin“, überlege ich, ob ich vielleicht noch meinen Senf zu Nara schreibe, oder doch jetzt schon die Kategorie „Ausflüge in und um Tokyo“ eröffne..außerdem bastel ich an einer englischen Version vom Blog.. und dann wird in zwei Tagen dieser Blog auch schon ein Jahr alt!
Mein Gott, wie die Zeit vergeht..

Übrigens sollte ich mich hier vielleicht öfter über aktuelle Statusmeldungen auslassen.. es scheint, als hätte es uns Glück gebracht *zwinker*


Do you Kyoto?

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Yes, I do!

So. Hier ist er. Der lang vor mir hergeschobene 3. Teil.

Aber eigentlich gibt es dazu nicht so viel zu sagen – außer, dass es uns nach Arashiyama (einem Randbezirk von Kyoto) gezogen hat.

Dort kann man die Kogetsukyou – eine endlos lange Brücke- bewundern, oder durch den Sagano Bamuswald spazieren, oder alles zusammen und noch ein paar wirklich hübsche Tempel besuchen.

Wir waren zu einem Zeitpunkt dort, als die Kirschblüten wie Schneeflocken von den Bäumen segelten. Volle Blüte ist zwar schön, aber fallende Blüten sind ebenfalls sehenswert!

So, genug gequatscht – hier sind die Bilder!


Kyoto die Zweite – unter Kirschblüten

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Mein erstes Mal Kyoto ist jetzt schon ne ganze Weile her – und dann auch noch in einer der schönsten Zwei Jahreszeiten (und JA! Kirschblüten sind eine EIGENE JAHRESZEIT!)

Die Stadt an sich ist eigentlich ganz hübsch (ich glaube solche Ausdrücke können nur von Frauen kommen..), aber im Sommer empfand ich sie weitestgehend als recht uninteressante und trockene Wüste. Einzig die Tempel ein wenig außerhalb und mit viel Grün ließen einen die Sommerhitze ein wenig vergessen.

Im Frühling dagegen war die ganze Stadt wie im Rausch. Überall Deko, bei Abend beleuchtete Kirschbäume, kleine Feste, große Feste, Konzerte, Hanami und diese unglaubliche Blütenpracht!

Nach unserer Ankunft verschlägt es uns ersteinmal in den Kyomizudera. Die Sonne knallt gnadenlos auf uns herab und wir quälen uns den engen Weg zum Tempel hinauf. Wenn man den Kopf in den Nacken legt, kann man sogar die Spitze der Pagode hervorragen sehen! Aber irgendwie kann ich mich nicht so recht begeistern, denn wir schwimmen in einer riesigen Menschenmasse. Eigentlich könnte ich auf dem gesammten Weg die Beine anziehen und würde trotzdem oben angekommen. Schlimmer als Tokyos Rushhour – nur in zwei Richtungen. Ich gebe mir also Mühe nicht zerquetscht zu werden und meinen Kerl nicht aus den Augen zu verlieren. Garnicht so einfach. Und dann sind da noch so unglaublich viele Gaijin! Ich habe Angst..

Tatsächlich ist es so, dass die meißten längerfristigen Japan Reisenden ein gewisses Terretorialverhalten aufweisen. Ein anderer Gaijin würde das Gleichgewicht stören. Daher auch der berühmt berüchtigte Gaijin-beam. Mehr dazu irgendwann mal in der Kategorie „du weißt, dass du zu lange in Japan warst, wenn..“

Die Menschenmassen schieben uns immer weiter. Durch das Eintrittstor hindurch, an den Kassen entlang zum Eingang, durch den Rundgang und schließlich wieder zum Ausgang und den Berg hinunter. Wir können uns Rettungsinsel mäßig gelegentlich an die Seite retten und ein paar Fotos machen, ab und zu findet sich auch mal ein Fleckchen ohne Kirschblüte (spürbar daran, dass sich dort keine Menschenmassen versammeln).

Wir entdecken noch ein kleines Schild, das uns darauf hinweist, dass die Öffnungszeiten Abends verlängert wurden wärend der Kirschblüte. Zur Kenntnis genommen – und weiter gehts.

Jetzt tapern wir den Philosophers walk (哲学の道/Tetsugaku no Michi) entlang um zum 1. – noch mehr Kirschblüten zu sehen, und 2. – zum Ginkakuji und Kinkakuji zugelangen.

Der Ginkakuji (Silberner Tempel) ist ein schöner dunkler Holztempel, der seinen silbernen Glanz schon vor langer Zeit verloren hat.Bei der Restauration in 2008, entschied man sich dagegen den Lack wieder herzustellen, der dem Tempel einst seine silberne Erscheinung gab, und so sieht man heute nur den Ursprünglichen Tempel, so, wie ihn sein Erbauer Ashikaga Yoshimasa (足利 義政) zuletzt vor seinem Tod gesehen hatte.
Selbst ohne die Lackierung strahlt der Tempel noch immer eine unglaubliche Kraft und Ruhe aus.

Im Gegensatz zum Silbernen Tempel, protzt der Kinkakuji (goldener Tempel) gradezu mit seinem Glanz! Das strahlende Gold reflektiert sich in Lichtspielen im Wasser des davor gelegenen Sees. Ich kann mir den Gedanken nicht verkneifen „was wäre, wenn so ein Tempel hier in Deutschland stehen würde?“ Ich glaube nicht, dass er lange golden bleiben würde….

Weiter zum Ryoan-ji (竜安寺)
bekannt vor allem für seinen riesigen Steingarten.
Das Interessante – es befinden sich 15 große Steine in dem Steingarten in einer speziellen Anordnung. Von einer Art Veranda aus kann man den Garten bewundern, jedoch ist es unmöglich alle Steine von einer Position aus zu sehen. Eine Legende sagt, dass erst wenn man Erleuchtung gefunden hat, man alle 15 Steine gleichzeitig erblicken kann. Wir bleiben allerdings nur kurz beim Steingarten, bewundern ihn angemessen und gehen dann ein kleines Stückchen weiter- heraus aus der Menschenmasse. Eigentlich gehen wir nur um eine Ecke und setzten uns dort auf die Veranda, aber plötzlich sind wir dort allein. Es gibt fast nichts schöneres, als ganz in Ruhe und unbeobachtet zu zweit auf der Veranda eines Japanischen Gartens zu sitzen und die Stille zu genießen. Für einen Moment gibt es keine Menschenmassen mehr, keinen Stress, keine Sorgen..

Genug geträumt. Zurück in die Stadt. Es ist schon leicht dunkel und Gion zieht uns irgendwie magisch an. Man fühlt sich dort wie in einem anderen Zeitalter. Vor allem, wenn gelegentlich eine Maiko an einem vorrüber huscht. Macht euch nichts vor, solange ihr nicht „berry berry wohlhabend“ seid, werdet ihr keine Geisha zu Gesicht bekommen!


Ein kleines Stück abseits der Hauptstraße Gions finden sich viele Ryokan der obersten Klasse. Eine Nacht kann hier schonmal mehrere 1000€ pro Person kosten, Essen exclusive. Dafür hängt vor der Eingangsschiebetür ein eigens angefertigtes Holzschild mit dem eingravierten Namen der momentan anwesenden Gäste.
Schaut man sich die Gesellschaft näher an, wird man ausschließlich gepflegte Männer des älteren Kalibers, und ihre Frauen im formellen edlen Kimono sehen.
Solch eine Lokalität in Jeans zu betreten.. ich möchte mir die Folgen garnicht ausmalen! Quasi „instant“ beschließe ich – hier möchte ich irgendwann einmal auch eine Nacht verbringen! Eine einzige Nacht!

Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zum Maruyama kouen. Es ist mittlerweile dunkel – und hier befindet sich der älteste Kirschbaum Japans – er steht grade in voller Blüte und wird von sehr sehr vielen Scheinwerfern angeleuchet!
Der ganze Park gleicht derweil einem riesigen Rummel. Überall Fressbuden, die einen mit den leckersten Sachen locken, auf jedem freien cm blaue Plastikplanen für die Hanami-willigen – und ÜBERALL Hanami-willige, die schon ein, zwei oder 10 Gläschen zu viel haben! Gottseidank gibt es nach dem obligatorischen „Wir waren hier“ Foto noch ein paar Ecken im Park die nicht von vollkommen durchgeknallten und halbnackten Japanern bevölkert sind. Ich habe DINGE gesehen..

Wärend ich noch im Halbschock weile, schleift mich mein Männe schon wieder aus dem Park heraus, durch die halbe Stadt, den Berg hinauf und schließlich wieder zum Kyomizudera, der nun nicht wieder zu erkennen ist!
Der rote Tempel strahlt Majestetisch in der Dunkelheit, das zarte Rosa der Kirschblüten wird von Scheinwerfern unterstrichen, überall leuchten alte Laternen und auf der anderen Seite des Tempels wird eine Gruppe Birken weiß angestrahlt. Ein gespenstisch faszinierender Anblick.

Bevor wir einen Rundgang wagen, werden wir schon von einem durchs Megaphon brüllendem Tempel typen (in Shorts und mit Stirnband..ein unverzichtbares Accessoire..) in eine Schlange beordert. Das Event gibts nur wärend der Kirschblüte – also ab dafür.
Ich habe keinen Plan was grade um mich herum passiert und ich kann verdammt nochmal die Schilder nicht lesen! Arrgh!
An irgendeinem Punkt werde ich dazu gebracht, meine Schuhe auszuziehen und in eine weiße Plastiktüte zu stopfen.
Ein ängstlicher Blick zu meiner besseren Hälfte – er schaut fast genau so aus der Wäsche.. sehr beruhigend.
Wir landen in einem dunklen Höhleneingang aus dem man hysterisches Kichern vernehmen kann. Ich lande hinter einer kleinen sehr zerbrechlich aussehenden Dame, die sich ebenso ängstlich (wie ich mich fühle) an ein Seil am Rand klammert.
Warum habe ich das Seil bisher nicht gesehen?!
Ich klammere mich also auch daran fest. Mein Mann steht hinter mir.. sehr beruhigend..
Die Schlange beginnt vorwärts zu schlurfen. Quasi Ferse an Fußspitze schieben wir uns vorwärts in die Höle. Meine Füße ertasten eine Treppe. Fuuu.., wollen die dass wir uns hier drinnen das Genick brechen?! Kann mal bitte einer den Lichtschalter anmachen? Nein? Es ist stockduster. Man kann noch nichtmal seine Hand sehen. Ich halte Fersenkontakt zu der Dame vor mir – und jetzt verstehe ich auch, warum mein Kerl HINTER mir geht… schlauer Mann…
Plötzlich werde ich in meine Vorläuferin gepresst. Die Schlange scheint zum erliegen gekommen zu sein – nur hat das keiner den Leuten hinten gesagt.. so werden wir munter immer weiter ineinander geschoben. Gruppenkuscheln. Nicht, dass mich das stören würde.. immerhin ist hier anscheinend die „no touch in public“ Regel außer Gefecht – kann schließlich eh keiner was sehen.
Die Schlange bewegt sich wieder. Aha, point of interest – irgendwas Leuchtendes. Wir schieben uns daran vorbei, stolpern ein paar Treppenstufen hinauf und stehen wieder in der kalten Abendluft. WTF war das?!
Ein böse grinsender Megaphon Mann sieht wohl meine Verwirrung, denn er fühlt sich verpflichtet, mich mit folgendem Satz aufzumuntern – „Hat es Ihnen in Buddhas Gedärmen gefallen?“ Äääääähm.. WIEBITTE???? Gosh.. wobei.. so schlimm war es garnicht.. aber wenn ich mir vorstelle, das Seil war..THEMENWECHSEL!

Unser zweiter Tag gehört fast gänzlich dem Fushimi Inari-Taisha (伏見稲荷大社), denn es braucht einiges an Zeit will man auch nur einen Teil dieses faszinierenden Schreins sehen.

(yesssss.. walked all this..)

Tausende knallroter Torii reihen sich fein säuberlich die Hügel hinauf, teilen sich, führen zu kleineren Schreinen, Fridöfen und Denkmälern, werden wieder dichter, werden größer, kleiner, und schließlich kommt man auf dem ein oder anderen Weg auch wieder nach unten.

Wenn man sich nicht vollkommen im Meer der Torii verliert.

Ein kurzer Abstecher zum Tōfuku-ji (東福寺), der nicht so sehr Touristen überlaufen ist, wie die meißten anderen. Außer uns nur 3 andere Besucher. Akzeptabel. Netter Tempel.

Die Sanjusangendo (三十三間堂) lieget Bahnhofsnah, aber auch dahin verschlägt es uns – wir sind ja noch nicht genug gelaufen und der Tag ist noch „jung“ *hust*

In der schlichten Halle mit den unglaublich vielen Schiebetüren verbergen sich 1001 Statuen der Göttin Kannon. 500 zu jeder Seite einer großen Kannon Statue. Jede einzelne Statue von Hand zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Künstlern hergestellt. Sie sehen auf den ersten Blick alle gleich aus, schaut man jedoch etwas genauer, so erkennt man feine Unterschiede wie z.B. die Blickrichtung. Vor den Kannon Statuen befinden sich noch 28 Wächter Statuen und die Götter Raijin und Fujin (Donner und Wind).
Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu sehen – ist aber trotzdem einen Ausflug definitiv wert.

Ein letzter Tempel für den Tag.. Oh Gott, ich habe den Namen vergessen! Muss morgen mal meine bessere Hälfte fragen.. er weiß es bestimmt noch. Naja, egal, wir schlendern also im Tempelgarten ein wenig herum als plötzlich der Klang einer Panflöte uns verwirrt. Nicht so nen Peruanisches Dauergedudel, sondern überraachend hörbar.
DingDingDing.. Jackpot! Wir haben den Garten genau zu dem Zeitpunkt betreten, als am anderen Ende ein Konzert des berühmtesten Panflötenmusikers von ganz Japan *insert random famous japanese name which – of course- I forgot..shame on me..* stattfindet!

Kirschblüten, romantische Musik.. ziemlich kitschig.. aber irgendwie nett. Wären da nicht die 3 Millionen anderer Paare, die genau das gleiche zu denken scheinen.

(Zum letzten Jahrestag gab es danach übrigens die CD von diesem Typen~)

Den Abend ließen wir in Gion bei einem „culture program“ ausklingen. Sehr interessant, aber eher was für Touristen (also mich? hmm..) 10 Minuten highspeed Tee Zeremonie, ein paar tanzende Maikos, Bunraku, traditionelle Tänze und noch traditionellere Komik.. hach..

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So, jetzt ist es schon spät und ich will ins Bett! Der Rest kommt im nächsten Post. Bilder bekomme ich grad auch nicht alle hochgeladen ~ scheint wohl nicht so mein Tag zu sein.. gnarf.

Warum muss Kyoto auch so extrem viele nette Sehenswürdigkeiten haben?!


Friseur mal anders..

 

Die ersten Tage der Semesterferien sind überstanden, der Haushalt wieder unter kontrolle, die letzte Waschmaschine rattert grad vor sich hin, draußen regnet es, die Kinder schlafen längst – und da ist sie wieder.
Diese enorme Antriebslosigkeit.
Somit setze ich mich auf mein winziges Ikea Sofa, das auf den Namen „Klobo“ hört (und dem Namen alle Ehre macht..) und blättere die zehntausend Fotos durch, die sich in den letzten Jahren angestaut haben.

In meinem Kopf schwirren so viele Gedanken und Erfahrungen über die ich hier schreiben möchte, aber ich finde keinen Anfang.

Über Hina Matsuri haben auch schon fast alle Blogger etwas geschrieben, daher muss ich das nicht auch noch tun. Aber was dann? Mehr über Kyoto? Doch endlich zu Shinshu? Hokkaido? Aomori? Kirschblüten?

Nein, ich denke ich werde heute über etwas sehr alltägliches schreiben. Einen Ausflug zum Frisör.

 

Was tun, wenn man unfreiwillig zwei Wochen länger als geplant auf einer Insel knapp 10.000 km von zu Hause weg festsitzt und DRINGEND ne neue Haarfarbe braucht weil Lila/rot und blonder Ansatz so garnicht zueinander passen wollen?

Ja, man beschließt zum Frisör zu gehen.
Im Vorfeld mache ich mich also ein bisschen schlau. Japanische Haare sind anders als Europäische.. aha… man sollte deshalb lieber einen Frisör wählen, der schonmal mit Gaijinhaar Kontakt hatte.. ok.
In diversen Foren lese ich also nach und fühle mich heillos überfordert. Ist unter den 60.000 Frisören denn keiner mit Ausländer Erfahrungen?
Aber Google und ich sind ja ganz dicke, und so fällt mir plötzlich ein Erfahrungsbericht in die Hände über einen Salon dessen Meister ein paar Jahre in Amerika praktiziert hat. Eine kurze email und einen Anruf später stand mein Termin für den nächsten Tag.

Auf nach Akasaka. Dummheit siegt wie so oft.. und ich verlaufe mich! Nach 3x im Kreis und einer schriftlichen Wegbeschreibung die mir zwei nette Polizisten in ihrer Kouban netterweis aufmalen (natürlich nur mit Kanji..) komme ich immer noch nicht weiter.
Zumindest treffe ich in meiner Verzweifelung auf einen netten alten Herrn, der sogar wahrnimmt dass ich willig bin auf Japanisch zu kommunizieren, bis er plötzlich auf astreines Deutsch ohne jeglichen Akzent wechselt?! Hallo?? Ich bin hier mitten in der Pampa von Japan, Ojiichan ist schon weit über 70 – aber spricht perfektes deutsch? Es stellt sich heraus, dass er als Arzt nach dem Krieg für 11 Monate in Deutschland stationiert war, er sprachbegabt ist -und er zwar seitdem die Sprache nicht mehr gesprochen hat, aber sie immernoch beherrscht. Das unterschreibe ich sofort.
Er begleitet mich ein Stück und schickt mich schließlich in eine Postfiliale, denn dort bekommt man Straßenkarten und sinnvolle Wegbeschreibungen!
Tatsächlich malt die nette Dame in dem süßen Kostümchen mit dem knuffigen Hut auf dem Kopf eine grüne und eine rosa Linie auf die Karte, macht noch ein paar Kringel, lächelt mich an und ignoriert die Fragezeichen die dick und fett über meinem Kopf schweben. Na klasse. Kanji sind ja schon die Hölle, aber wenn sie dazu noch im Winzlingsformat auf eine kleine DinA4 Karte in schlechter Qualität gedruckt sind, macht es das nicht grade besser! Ich suche das nächste Straßenschild, halte weitere unschuldige Passanten an und stelle fest – die wohnen hier zwar, aber die können mir höchstens sagen wie ich zum nächsten Konbini um die Ecke komme. Selbst den Straßennamen der Straße auf der wir stehen, können sie mir nicht auf der Karte zeigen. Gnarf! Ich stiefel also wieder drauf los, in der Hoffnung etwas verwertbares zu finden das mich auf den rechten Weg schickt.
Siehe da, plötzlich scheine ich Glück zu haben und erkenne doch tatsächlich ein Straßenschild! Da Kartenlesen an sich kein Problem für mich darstellt (und ja liebe Männer, ich muss die Karte nicht mit der Laufrichtung drehen…) finde ich endlich den Weg zum Salon. Gott, ich komme sogar pünktlich! Man gut das ich morgens schon das Gefühl hatte, dass irgendetwas schief gehen würde und deshalb sehr früh losgefahren bin..

Ich betrete den Salon durch einen Fahrstuhl, eine quirlige kleine Frau springt mir entgegen, fragt mich aus und stubst mich sanft in Richtung Stuhl. Außer mir sind noch zwei andere Kundinnen anwesend. Beides Japanerinnen. Ein Mann springt mir entgegen. Leute, kein Scherz. Frisöre sehen irgendwie überall auf der Welt gleich schwul aus! Hat so ein bisschen was wie eine japanische Version von Harald Glöckler und hört auf den Namen DAN. Nach einem kurzen Smalltalk und einer recht verzweifelten Lagebesprechung (nein, es gibt in Japan kein Lila/rot als Haarfarbe!) beschließen wir erstmal, dass die Haare kürzer werden sollen. Von „über Popo lang“ auf „irgendwas so um Schulterlänge rum“.
Aber erstmal waschen. Habe ich zwar heute morgen schon gemacht, aber hey, es gehört zum Programm!

Die quirlige Japanerin stubst mich sanft zum Becken, legt mir einen Kittel um, rollt ein Handtuch unter meinem Nacken zusammen und legt los. Das Wasser ist angenehm warm und eine ausführliche Kopfmassage ist inklusive. Kein Haareziehen, kein herumziepen. Alles ist ganz sanft und entspannend. Man will, dass die Kunden sich wohlfühlen. Miki – so ihr Name- erklärt mir, dass sie speziell Shampo und Spühlung für europäisches Haar verwendet, dass rein Biologisch mit natürlichen ätherischen Ölen angereichert ist. Es duftet. Bestimmt eine halbe Stunde lang liege ich im halb Dämmerzustand da und lasse mich verwöhnen. Zum Schluss wärmt sie einen Waschlappen, massiert meine Schläfen, Ohren und auch meinen Nacken. Gott, meine Beine sind Wackelpudding so gut fühlt sich das an!

In totaler Entspannung wanke ich zum Frisörstuhl wo Aya – eine weitere Mitarbeiterin- schon auf mich wartet. Sie ist für den Grundschnitt zuständig und verzweifelt erstmal an meinem langen Haar. Nach und nach schafft sie es dann aber doch, es auf eine akzeptable Länge zu bringen und den letzen Schliff übernimmt der Chef persönlich. JEDE! EINZELNE! HAARSTRÄHNE! wird in liebevoller Kleinstarbeit bearbeitet! Er schwitzt. Ich dämmere vor mich hin.
Endlich hat er seine Arbeit vollbracht, wenden wir uns wieder dem eigentlichen Problem zu – der Haarfarbe. Wir einigen uns auf ein dunkleres Braun und mit vereinten Kräften legen nun alle los. Plötzlich spüre ich etwas ungewohntes. Irgendwas an meinen Ohren! Ich blicke in den Spiegel vor mir, und da haben die mir tatsächlich so Badekäppchen für die Ohren übergestülpt! Oh mein Gott, Ohrkondome! Ungewohnt ekelhaftes Gefühl finde ich und möchte die Dinger am liebsten sofort abnehmen, aber ich werde sanft daran gehindert und zur Wiedergutmachung bekomme ich das Wifi Passwort und darf munter auf meinem Iphone das Net durchforsten. So überbrücke ich dann auch die Wartezeit in der die Farbe sich in meinen Kopf frisst einwirkt. 3! Farbschalen saugen meine Haare in sich hinein. Seit meiner Ankunft sind schon über 3h vergangen. Das Ausspühlen verläuft genauso wie das waschen vorher…. nur dauert es noch länger und es wird noch mehr massiert. Ich bin im Himmel! Zum Schluss wird noch ein bisschen geföhnt, Dan zeigt mir wie ich „einen schönen Schwung und ein paar Löckchen“ in die neue Frisur hineinföhne – und nach 5 1/2 Stunden verlasse ich glücklich den Laden. Wer braucht schon Wellnessfarmen für mehrere 100€ am Tag, wenn man für 50€ und ein paar kaputte DAS Frisör-Erlebnispaket schlechthin bekommt – und hinterher auch noch besser aussieht?!

Fazit- wer mal einen halben Tag Entspannung vom stressigen Japan (Reise-) Alltag haben möchte oder einfach einen bad-hair-day hat, der sollte unbedingt mal zum japanischen Frisör gehen!

Nebenbei – Akasaka ist ein Prima Ort um sich zu velaufen spazieren zu gehen! Ein bisschen Hügelich zwar, aber es gibt überraschend viel Grün und viele nette Kleinigkeiten zu entdecken!

So, jetzt muss ich aber weiter der Semesterferien-Lethargie fröhnen.. und am nächsten Post basteln – auf das hier wieder mehr Regelmäßigkeit einkehrt..

 

 


Der Fluch der Flüge..

Um den Bericht über den Sommer abzuschließen – nach unserem Rundtrip ist nicht mehr allzuviel spannendes passiert. Wir sind noch einmal nach Chiba ins Krankenhaus gefahren und haben uns ansonsten dem Altag hingegeben bis ich wieder in den Flieger zurück steigen musste.

Es war ein angenehmer Flug – und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war es wohl einer der angenehmsten (den Flug mit Korean airlines ausgenommen – der eine davon war nicht zu toppen!)

Mit Flügen ist das bei mir nämlich immer so eine Sache. Hier scheine ausnamsweise ich das ausgeprägte Talent für Griffe ins Klo zu besitzen.

Mein erster Rückflug mit British airways fiel wegen des netten Isländischen Vulkans ins Wasser – ich musste zwei Wochen auf einen Ersatzflug warten. Ok, immerhin wurden Hotel und Fahrtickets bezahlt – und ich für den einen Flug in die Buisnessclass hochgestuft – aber trotzdem…

Der nächste Versuch – von Frankfurt mit Korean air. Auf dem Weg zum Flughafen wurde der Flieger leider von einem Blitz getroffen.. eigentlich war gegen 18:00 Abflugzeit, doch um kurz nach Mitternacht saßen wir immernoch und warteten. Kamen uns ein bisschen so vor wie in diesem Film mit Tom Hanks…
Nachdem man eigentlich schon aufgegeben hatte und uns zurück zum Gepäckband schickte, kam auf einmal doch noch die Durchsage zum Start der Maschine. Wieviele Menschen gehen in so einen Flieger rein? Jetzt stelle man sich vor, dass die ALLE nochmal durch Passkontrolle, Sicherheitskontrolle und Zoll müssen… Gleichzeitig… bei zwei geöffneten Schaltern….
Wir strandeten dann in Seoul, da wir natürlich sämtliche Anschlussflüge verpasst hatten. Eine Nacht im Luxushotel mit Vollpension über den Dächern der Stadt – garnicht mal so schlecht!
Und – qualitativ war der Flug mit Korean Air der Beste bisher! Die haben sogar USB Anschlüsse zum aufladen von elektrischen Geräten (Iphone?) und Wiedergabe seiner eigenen MP3 – plus – man konnte seine eigenen Kopfhörer ohne jegliche Probleme benutzen!
Das Essen war großartig und man konnte es sogar als „lecker“ bezeichnen. Eine Seltenheit!
Der Koreanische Zwischenstopp war also eigentlich garnicht so schlimm und der Rückflug verlief traumhaft! Wusstet ihr übrigens, dass es in Seoul ein Unterhaltungsprogramm für Reisende gibt? Traditionelle Musik, Kleidung, Tee.. und kostenloses Wifi – bzw. für die, die keinen Laptop dabei haben Massenweise frei nutzbare Netbooks und Internetterminals! Luxus pur!

Weiter mit der Edelweiß Airline – Volksmusik Beschallung und eine saftige Verspätung inklusive. Das Essen schlecht, der Service unfreundlich. Es gab verkohlte Crossaints an denen nicht nur ich mir die Finger verbrannt habe – denn es gab natürlich keine Servietten oder ähnliches dazu..

Zurück mit Austrian airlines – Essen weitestgehend ungenießbar, das Entertainment Programm in Endlosschleife ohne anwählbare Optionen – einzige Fluchtmöglichkeiten: Schlafen oder lesen.

Und nochmal British Airways – mit katastrophalem Service aber zumindest mit nur 1 1/2 Stunden Verspätung noch relativ pünktlich… der Rückflug verlief sogar ohne nennenswerte Verspätung. Fast schon ein Wunder. Gut, das Essen sollte man wirklich eher nicht zu sich nehmen.

So, und nun zur Winterkatastrophe schlecht hin.

Von Düsseldorf nach Paris lief alles glatt. Eine 3/4 Stunde zum Umsteigen reicht locker, dachte ich und stieg gut gelaunt aus dem Flugzeug aus.
Dumm wie ich feststellte, denn der Flughafen ist riesig!  Rennen war angesagt. Keuchend nach Luft schnappend kam ich bei den Pass- und Sicherheitskontrollen an, da bemerkte ich nur aus den Augenwinkeln heraus uniformierte und schwer bewaffnete Männer. Es dauerte keine 2 Minuten, da wurde das gesammte Terminal geräumt – wir wurden von den Männern mit vorgehaltenem MG nach hinten gedrängt. Alles nur auf Französisch und kein Wort Englisch. Sprich – keiner wusste was los war bis einer der anderen Touristen netterweise für uns übersetzt hat. Unbeaufsichtigtes Gepäck (wohlgemerkt HINTER dem Durchgang zur Sicherheitskontrolle). Eine Stunde lang blieb das Terminal gesperrt. Die Flüge fingen schon sämtlichst an auf der Anzeigetafel rot zu blinken und letzte Aufrufe zu machen – aber was sollten wir denn tun? Wir konnten ja nicht vorwärts! Panik stellte sich langsam ein. Dann wurde das Gate wieder frei gegeben und ALLES stürmte zu den Sicherheitskontrollen. Nachdem einige Leute ihrem Unmut Luft gemacht hatten, wurden die Passagiere der rot blinkenden Flüge nach vorne beordert um schnell zum Flieger zu kommen.

Wir waren also durch die Kontrollen durch, rannten sämtlichst zum Flieger, waren die Letzten, suchten unsere Plätze und dann ging es auch schon los. 1 Stunde Verspätung bisher – die ließe sich beim Flug aufholen meinte der Kapitän.

Wir rollten auf die Startbahn. Und rollten eine Runde. Noch eine Runde. Noch eine. Die ersten wunderten sich schon. Und dann rollten wir zurück ins Terminal. Ein Technischer Defekt! Yay! Man müsse auf die Handwerker warten, das könne eine Weile dauern. Zumindest stellten sie das entertainment Programm an. Eine Stunde später kamen die Handwerker endlich, überprüften fleißig 30Minuten lang alles, stellten fest, dass man ein Ersatzteil bräuchte. Das ganze sollte so um die 2 Stunden dauern. Ich fasse zusammen, bis dahin waren es schon 2 1/2 Stunden Verspätung und zwei angedrohte dazu – also 4 1/2.

Nach den 2 Stunden kam erneut eine Durchsage.Flugzeug irreperabel – wir müssen den Flieger wechseln – aber zuerst muss ein Ersatzflieger her. Alle raus aus dem Flugzeug und warten. Zumindest gab es irgendwann Essensgutscheine für ein Sandwich. Da es allerdings nur einen Laden gab im Terminal, der nichts davon wusste und plötzlich eine Horde von Menschen darauf zustürmten, bekamen nur die ersten 150 ungefähr etwas. Ich befand mich darunter, schleuste aber ein paar Familien noch dazwischen damit wenigstens die Kinder etwas Essbares und Trinken bekamen. Chaos. Verzweifelung. Schreiende, unglückliche Kinder. Gestresste Eltern.

Nach zwei weiteren Stunden stand dann endlich unser Ersatzflieger bereit. Das Einsteigen verlief recht unproblematisch und schnell – wir wollten schließlich alle nur noch sitzen und unsere Ruhe haben! Mit gut 7 Stunden Verspätung ging es dann endlich in die Luft.

Über das Essen brauchen wir da garnicht mehr zu sprechen. Katastrophe von vorne bis hinten. Genervte Stewardessen (dabei wurden die sogar vorher frisch eingetauscht) wo man nur hinblickte und selbst für das Bedürfnis nach nem Glas Wasser wurde man zusammengefaltet. Nein Danke! Da waren sich die meißten der Passagiere einig. Die anderen schliefen erschöpft. Schade, dass es die japanische Höflichkeit nur selten zulässt zu explodieren – hier wäre es zwischenzeitig sehr wohl angebracht gewesen.

Der Rückflug mit KLM war auch nicht so prickelnd – ich habe am Flughafen Narita noch nie zuvor ein solches Chaos erlebt! Zu dem Zeitpunkt als der Flug als Rot anfing zu blinken, waren höchstens erst 25% der Passagiere durch die Gepäckabgabe und noch nichtmal durch den Sicherheitscheck. Es ist doch immer wieder spannend…

Zumindest gab es dort dann aber „nur“ 2 Stunden Verspätung – die hatte ich eh schon einkalkuliert- und somit war alles Gut.

(Na? Wer findet in diesem Bild Fujisan, Tokyo Tower UND den Sky tree? – August 2011)

In diesem Sinne freue ich mich auf den nächsten Flug (irgendwann) und gehe jetzt erstmal die langsam frühlingshafteren Temperaturen mit den Kindern draußen genießen! cheers!


Berg da.. Berg weg..

Ich habe ja nun schon öfter behauptet, dass Fujisan ein Meister der Tarnung ist.. hier der Beweis!

Berg weg…

~Aussicht vom Tanukiko Sommer 2010 ~

Berg da…

~ Aussicht vom Tanukiko Winter 2011/12 ~

Beide Bilder sind aus fast der gleichen Position aufgenommen worden, nur das erste wurde etwas herangezoomt. 2010 war das erste Mal, dass ich zum Tanukiko kam. Damals hatte ich noch nichtmal ansatzweise einen Schimmer in welcher Richtung Fujisan sich befindet und wie groß er ist.. ich hoffe wirklich, dass ich irgendwann einmal zur Zeit des Diamond Fuji dort sein kann – wenn nämlich die Sonne genasu über dem Berggipfel aufgeht….

P.s.: Unglaublich aber wahr – dies ist der 100. Blogpost! Ebenfalls wurde heute die magische Zahl von 20.000 Lesern geknackt! Ich möchte euch ganz herzlich dafür danken!


Ein Ausflug zum Takaosan

Ein schönes Ziel für eine Tagesausflug bei schönem Wetter ist der Takaosan.

(hier leider ohne schönes Wetter..)

Unweit von Tokyo liegt dieser relativ kleine Berg (599 meter hoch) in der Stadt Hachioji.

Mit dem Zug von Tokyo aus kommt man nach etwa einer Stunde am Bahnhof „Takao“ an.

Wer gerne nicht sooo weit laufen möchte, kann hier in den nächsten Zug mit Ziel „Takaosan-guchi“ wechseln. Da steht man dann quasi wirklich schon am Fuße des Berges.

Ich hatte ein wenig Zeit an einem schönen Sommertag und beschloss spontan (wie ca. 90% aller meiner Pläne zu Stande kommen) den Berg zu erkunden. Nach ein wenig Wühlarbeit durch verschiedene Websites fand ich schließlich eine Karte der verfügbaren Wanderwege und Sehenswürdigkeiten auf dem Weg und legte mir meinen Plan zurecht. Außerdem erfuhr ich, dass es auf dem Gipfel unglaublich leckere Dango geben soll – da lohnt sich der Aufstieg doch gleich doppelt!

Für den Aufstieg wählte ich Route 6, da ich unbedingt den Wasserfall sehen wollte und außerdem Seilbahnen nicht wirklich mag. Will ja schließlich was sehen vom Berg, mich ein wenig anstrengen und nicht nur doof aus einer Glaskugel rausschauen die mich ratternd zum Gipfel trägt..

Für den Rückweg überlegte ich mir verschiedene Kombinationen. Mein Favorit war, mit Route nr 5 einmal oben alles zu umrunden und dann über die Route nr 1 abzusteigen. Leider wurde da nicht allzuviel draus (eigene Blödheit), aber dazu später mehr.

Ich wählte zuerst die faule Variante und ließ mich für 120yen mehr zum Bahnhof Takaosan-guchi fahren. (Bis zum Bahnhof Takaosan kostet die Fahrt von Tokyo aus 890yen)

Dort aus dem Zug gestolpert brauchte ich ein Minütchen um mich zu orientieren, schnappte mir eine Karte (in sehr unhandlichem Format) und krakselte los. An der Seilbahnhaltestelle links vorbei.. und war verwirrt.

Sollten da nicht zwei Wanderwege sein? Nein? Also lief ich weiter. Erst nach der nächsten Kurve begriff ich, dass sich die Wege erst unterwegs zweigen. Zuerst läuft man gemeinsam auf einer Asphaltierten Straße entlang bis der eine Kurs links in den Wald abbiegt.

Mein Weg (also der Biwa-Wasserfall-Trail) war als „Naturstrecke“ angegeben mit ungefähr 90 Minuten Aufsteigezeit – für ungeübte wie mich auch das ein oder andere Minütchen mehr..

Ok, Naturpfad habe ich mir ein wenig anders vorgestellt.. die Straße war jetzt nicht so meins.. aber dann! Plötzlich endete die Straße und es ging ab auf einen Waldweg. Ein enger Pfad – es passten kaum 2 Leute nebeneinander- wand sich nun parallel zu einem kleinen Flüsschen den Berg hinauf. Unterwegs in den Felsen standen kleine Götterstatuen und die dichten Bäume machten die Sommerhitze ein wenig erträglicher.

Faszinierende natur, wunderschön gewachsene Bäume und ein niedliches kleines Flussbett..

Nach gut der Hälfte der Strecke kommt man an den Biwa-Wasserfall. Dieser war abgezäunt und ein paar Priester gossen hinter der Absperrung versteckt willigen jungen Leuten das eiskalte Quellwasser über den Kopf bzw. ließen sie unter dem Wasserfall knien und ihre Gebete herunterrattern.

Weiter den Berg hinauf. Eine Wandertruppe von Ojii-sans (Opas) kam mir entgegen. Eine Gaijin? Im Sommer? Und dann krakselt sie auch noch alleine auf einem Berg rum? Staunen. Aber die alten Herren waren alle sehr nett und ich musste bestimmt tausendmal versprechen, gut auf mich aufzupassen (気をつけてください!) Nachdem ich die schnatternde Herde hinter mir gelassen hatte, ging es ans eingemachte. Der Baumbewuchs wurde ein wenig spärlicher und die Hitze machte mir gut zu schaffen.

Treppen. Noch nie habe ich Treppenstufen so verflucht! Meine Wasserflasche neigte sich dem Ende zu und ich hatte eine Pause dringend nötig. Autsch, tat das weh die Väter mit den hüpfenden Kindern vorüberziehen zu sehen. Da kam ich mir auf einmal richtig alt und unsportlich vor. Aber aufgeben war nicht. Zum einen, weil der Abstieg ja ebenso die Hölle gewesen währe, und zum anderen weil ich unbedingt das Erfolgserlebnis haben wollte ganz alleine und selbstständig in Japan auf einen Berg gekrakselt zu sein! Jawoll!

Ich quälte mich also weiter. Irgendwann kam ich auf einer Plattform mit Bänken an. BÄNKE! Ich setzte mich, erblickte eine Karte und sprang direkt wieder auf. Alle Energie war wieder da – ich hatte es geschafft! Ich war oben angekommen und saß nun quasi auf Weg 5, dem Gipfelweg!

Fix umrundet und nichts wie auf zum Tempel. Stufen. Hatte ich grade gesagt ich habe Treppenstufen noch nie mehr gehasst? Ich nehme es zurück.. dies war definitiv mehr. Viel mehr…

Der Weg zum Tempel und von dort aus zur mittleren Plattform bestand nämlich NUR aus Treppen.

Aber der Anblick des Tempels (Takaosan Yakuōin Yūkiji) machte das alles wieder wett. So bunt und leuchtend, das hatte ich vorher noch nicht in Japan gesehen.

An einer Stelle der Tempelanlage befinden sich viele viele kleine Buddhastatuen. Als ich dort ankam, fing mich direkt ein älterer Herr ab, freute sich riesig über den Gaijinbesuch und erklärte mir irgendetwas auf Japanisch. Davon verstanden habe ich nur, dass man auf jede der Statuen ein 1-yen Stück legen soll und dann beten soll. Ich denke mir einfach mal, dass dies Schutz und Segen bringen soll?! Wer es weiß, bitte klärt mich auf – oder ich versuche es beim nächsten Aufstieg herauszufinden..

Wenn man die Tempelanlage hinter sich gelassen hat, kommt man an einen weiteren Rundweg, auf dem es unter anderem einen Affenpark, viele Verkaufsautomaten (meine Rettung) und ein paar Fressbuden gibt.

Ich stolperte zuerst bei einem Automaten über meine heißgeliebten „Yukimi daifuku“ (Eiscreme im Klebreisteig-mantel) und später über einen Stand mit unglaublich leckeren Riesendango die über Kohlen „gegrillt“ wurden und mit einer klebrig süßen Soße bestrichen eine Bereicherung für jeden Kalorienhaushalt sind. Super lecker!

(konnte mit dem Anbeißen leider nicht bis nach dem Bild warten….)

Allerdings.. fing es plötzlich an zu gewittern. Gewitter in den Bergen heißt nie was gutes und es war nah. Verdammt nah. Da ich mit Südtirols Bergen aufgewachsen bin, weiß ich das es bei Gewitter nicht ganz ungefährlich ist. Also beeilte ich mich, den Berg runterzukrakseln. Dumm nur, dass auf einmal alle Menschen um mich herum weg waren, ich also alleine den Weg hinunter stiefelte und feststellen musste, dass die Seilbahn schon geschlossen hatte. Das nennt man also Pech..

Mir blieb nichts anderes übrig, als weiter den Berg abzusteigen und als ich an eine kleine Kreuzung kam mit der Auswahl links- Takao JR und rechts- Takaosan guchi (nicht JR) musste ich plötzlich wieder an die 120yen mehr denken und habe den linken Weg gewählt.. schlagt mich für meine Dummheit.

Keine Menschenseele außer mir, gruselige Tiergeräusche aus dem Dickicht, Donnergrollen und ab und zu das grelle Licht von Blitzen, es wurde immer dunkler und ich bekam leichte Panik.

Nur noch eine Kurve.. das sagte ich mir jedes Mal.. nur noch eine und dann bin ich unten!

Ja, was soll ich sagen.. da ich nun hier schreibe habe ich es wohl geschafft von dem Berg unbeschadet runterzukommen. Allerdings nicht ohne einen kleinen Schock, denn unten angekommen musste ich mir noch den Weg durch den Regen zum Bahnhof erkämpfen. Das Gewitter mittlerweile genau über mir.

Wo zur Hölle ist ein Konbini wenn man in braucht???

Direkt vor meiner Nase schlug ein Blitz in eine kleine Brücke ein. Das war der Moment in dem ich beschloss egal was kommt, der nächste Hauseingang ist meiner! So stellte ich mich unter und wartete eine ganze Weile bis das Getöse und der Regen weniger wurde. Durchweicht und mit dem Schrecken noch im Körper fand ich dann schließlich den Bahnhof, nahm den schnellsten Weg nach Hause und war einfach nur erleichtert das Bf schon von der Arbeit zurück war……

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Ich hoffe, ich habe euch jetzt mit dem letzten Teil des Berichtes die Motivation genommen, den Takaosan zu bezwingen, denn es ist wirklich ein toller Berg und ein wundervolles Ziel für einen kleinen Ausflug von Tokyo und Umgebung aus! Außerdem kann man danach sagen „jetzt habe ich mal was Gutes für meine Gesundheit getan“ (:

Übrigens- bei gutem und klarem Wetter kann man von einer Aussichtsplattform Fuji-san sehen, im Winter sogar wenn man ein wenig Glück hat die Japanischen Alpen erspähen.

P.s.: grade auf wikipedia gelesen:

Ein populärer Großstadtmythos unter jungen Tokiotern sagt, dass Liebespaare, die gemeinsam den Takao besteigen, von einem Fluch getroffen werden, der sie sich bald darauf voneinander trennen lässt.

Man gut, dass ich Bf da nicht mit hochgeschleift habe…..


Matsumoto

Rollen wir das Ganze mal von Hinten auf.. ich drücke mich bis jetz um die Posts über Takayama und Shirakawago. Das ist aber auch soooo anstrengend!

Deshalb nun der Post, der zum letzten Reisebericht gehört – nämlich Matsumoto.

Bei meinem ertsen Besuch in Matsumoto verirrt, wollte ich letzten Sommer dann etwas besser planen und machte mich an die Info suche.

Aha, das schwarze Ding da ist also Matsumoto-jo.. Ich musste erkennen, dass der Tempel den ich mit etwas Verwunderung als castle abgestempelt hatte ja nicht wirklich das castle ist. Nach ein paar Bildern wusste ich auch, dass ich da auf jeden Fall nochmal hin möchte und diesmal mehr Zeit mitnehme um in aller Ruhe das castle erkunden zu können (ich benutze „castle“ da ich finde das „Schloss“ oder „Burg“ einfach nicht besonders passen sind, und es im deutschen Sprachgebrauch Assoziationen hervorruft die nicht zutreffen.)

In einem Hotel irgendwo um den Fuji-san herum – also während unseres gemeinsamen Urlaubs- lief im Nachtprogramm zufällig eine Sendung über die Geschichte des Schwarzen castles. Eigentlich hasse ich Japanisches Fernsehen, aber da habe dann auch ich gebannt zugehört und Bf gepiekst der mit dem Übersetzen nicht hinterherkam.

Vollgepumpt mit Informationen (die ich zum Schluss der Reisebeschreibung preisgeben werde) machte ich mich an die Planung.

Ich wählte einen Tag an dem sicher war, dass Bf eh Überstunden schieben musste, bereitete ein kleines Bento vor, machte mir eine imaginäre Strichliste was ich denn sehen wollteund betete für gutes Wetter.

Früh morgens bin ich dann schon vor Bf aus dem Apartment. Er fand das nicht so toll…aber da muss er durch, ist ja ein großer Junge und dann sieht er endlich mal, wie ich mich fühle wenn er mich morgens zurücklässt.

Per Direktverbindung ging es dann nach Matsumoto. Ein herrlicher Morgen, blauer Himmel, HITZE… aber es ist halt Sommer in Japan und ich muss zugeben, Matsumoto war um Längen kühler als Tokyo und Yokohama.

Trotzdem bin ich fast umgekippt nachdem ich aus dem gut klimatisierten Zug gestiegen bin. Erst friert man sich einen zurecht während der Zugfahrt und dann wird man in eine kochende Sauna geschubst. Gottseidank ist direkt gegenüber der Station ein Supermarkt mit 100yen shop (das mit dem 100yen shop nur so nebenbei als Random-info für interessierte Schnäppchenjäger).

Die Obaachans im Fahrstuhl bemerkten mein Dilemma und fragten immer wieder „Genki? Daijoubu?“ Ich versicherte ihnen, dass ich nach einem Schluck zu trinken wieder ganz normal rumspringen würde und so zogen sie schließlich beruhigt von dannen – auch, wenn sie mich beim Einkaufen im Auge behielten. Somit kaufte ich mir eine Flasche Wasser und eine Flasche Kalpis dazu und schon war ich gerettet. Nach einer kurzen Pause organisierte ich mir noch schnell einen Stadtplan, berechnete den Weg, den ich beim letzten Mal gegangen war um mögliche erneute Fehler auszuschließen und trottete endlich los auf meiner Mission das castle zu finden.

Ich habe mich nicht verlaufen! Planmäßig folgte ich dem kleinen Kanal mit Blick auf die Berge der Umgebung, spazierte mit einem Grinsen am Tempel vorbei und auf meine Lieblingsstraße mit den vielen Fröschen aka. Nawate Doori. Irgendwie sah es ein wenig sauberer aus als beim letzten Mal, aber generell mag ich den Charme der alten Gebäude und das „rustikale“ Aussehen ganz gerne.

Von der Nawate Doori ging es dann weiter zum Matsumoto-jo. Um ein paar Straßenecken, dann kommt man schon an die äußeren Mauern und  kann über ein paar Brücken verteilt auf die Wassergräben mit fröhlich planschenden Enten schauen.

Vom castle weit und breit keine Spur. Noch eine Ecke… und plötzlich steht man da.

Ein riesiges castle. Groß und schwarz glänzend. Ein wirklich beeindruckender Anblick. Drum herum Wasser und ein kleiner aber feiner Park mit niedlichen Lauben unter denen man die Sommerhitze fast vergessen kann.

Nachdem ich meine Tour durch das castle hinter mir hatte, versuchte ich noch ein paar schäne Bilder zu machen, den Park und Sonnenschein zu genießen und machte mich dann wieder zurück auf den Heimweg.

Matsumoto ist eine schöne Stadt finde ich. Genau die richtige Balance zwischen Tradition und Moderne. Bf findet das zwar genauso, ist aber trotzdem eher für Yokohama – somit ist eine „Schaaaatz…ziehen wir nach Matsumoto“ Diskussion ausgeschlossen.

So, und nun zu den Infos über das castle: (Achtung- vorerst noch unvollständig!! Muss mir erst meine Übersetzung von Bf bestätigen lassen über das, was Matsumoto wirklich besonders macht.. will euch ja nicht mit Fehlinfos füttern..)

Matsumoto-jo oder auch Karasu-jo (Krähen Burg) ist eins von insgesammt nur drei schwarzen castles und somit etwas ganz besonderes.

Um 1504 wurde der Grundstein für das castle gesetzt, das damals noch unter dem Namen Fukashi-jo erbaut wurde. Später herrschte von dort Tokugawa Ieyasu (Gründer der Tokugawa Shogunate) Nach der Vereinigung Japans unter Toyotomi Hideyoshi (siehe den letzten Reisebeitrag über Nagano, Matsumoto und Kofu) wurde Ieyasu in die Kanto Region versetzt und sein Nachfolger im Matsumoto-jo wurde Ishikawa Yasunaga, der 1580 mit den Umbauten zur heutigen Form des Matsumoto-jo begann.

Während der Tokugawa Aera wurde das castle von mehreren verschiedenen Daimyo-familien beherrscht.

1872, im Zuge der Meiji Restauration, wurde in Erwägung gezogen, das castle zu zerstören. Jedoch bildete sich eine Bürgerbewegung, die sich für den Erhalt einsetzte und letztendlich gab die Stadtverwaltung nach.

In zwei periodischen Abschnitten wurde es restauriert (1903-1913 und 1950-1955) und später wurden noch die zwei Tore rekonstruiert.

(Restinfo folgt as soon as possible!!! Versprochen!)


Shinshu

 

Als Bf mir letzen Sommer vorschlug in Shinshu Urlaub zu machen, war ich verwirrt. Shinshu? Was ist denn das? Noch nie davon gehört..

Also bemühte ich Google. Mit weniger großem Erfolg. Das Reiseheft, das Bf gekauft hatte, verriet mir auch nicht so sonderlich viel. Außer, dass es etwas mit Nagano und Umgebung zu tun haben muss, da diese Orte im Heft aufgeführt waren.

Auf der Seite von JR East bin ich dann schließlich fündig geworden.

Shinshu ist der traditionelle Name für die Präfektur Nagano.

In der Mitte von Honshu (der Japanischen Hauptinsel) gelegen, galt sie als als „kulturelle Schnittstelle“ zwischen Ost- und Westjapan.

Ruhm erlangte die Präfektur vor allem durch die Olympischen Winterspiele 1998, welche dazu beitrugen, dass heute Nagano und Umgebung ein Besuchsziel sowohl für Japaner, als auch für Ausländische Touristen geworden ist.

Im Westen findet man die Japanischen Alpen, die vor allem Ski-Touristen und Wanderer anziehen – im Osten findet man viele traditionsbeladene Orte (wie z.B. Matsumoto castle- Matsumoto oder Zenkoji Temple – Nagano)

Shinshu ist bekannt für Soba (Buchweizennudeln). Sie werden aus lokal angebautem Buchweizen und den frischen Quellwasser von Shinshu hergestellt.

Auch, wenn es in Shinshu viele berühmte Sehenswürdigkeiten gibt, gibt es doch viele sehenswerte Orte, die großteils nur den Bewohnern bekannt sind..

Soweit die grobe Übersetzung von der Seite..

Ein Stück von Shinshu hatte ich mit meiner Spontanen 1-Tages Reise letzten Frühling Nagano, Matsumoto und Kofu ja schon gesehen- ohne zu wissen das dies zu Shinshu gehört..Vielleicht finde ich meinen Bericht darüber irgendwo noch und füge ihn dann ergänzend hier dazu – denn Nagano und Kofu standen nicht mit auf unserer Reiseroute und Matsumoto nutzen wir nur als Zwischenstopp zum schlafen.

Unsere Reiseroute (Zug und Bus):

Yokohama ->Nagoya -> Shirakawago -> Hida Takayama -> Kamikouchi -> Matsumoto -> Hakuba -> Tsugaike Kogen -> Happo-one -> Hakuba -> Yokohama

Das Ganze in 5 Tagen – also wieder ein typisch japanischer Reiseplan.. wobei..