Rezepte

Für Nina – ein einfaches, leckeres und variables Okonomiyaki Rezept

Okonomiyaki werden gerne auch als Japanische Pfannekuchen bezeichnet. Ich finde allerdings, dass diese Bezeichnung dem Gericht nicht gerecht wird, denn es gibt keine deutschen Wörter um es zu beschreiben.

Okonomiyaki bedeutet übersetzt „was du magst, gegrillt“, und so Variationsreich ist es auch.

Man nimmt einen basic Teig und fügt dann einfach das dazu, das man mag. Egal ob Fisch, Fleisch, Gemüse, Tofu oder was auch immer. Es gibt kaum Sachen, die man nicht dazufügen kann (na gut, ich muss zugeben, dass ich beim Wunsch meines Sohnes die Okonomiyaki mit Essiggurken zu belegen dann doch gestreikt habe..).

Hier also ein einfaches Rezept mit Gelinggarantie und kleine Variationen, falls man nicht alle Zutaten bekommen sollte.

Okonomiyaki basic Teig:

Mehl

Wasser

Backpulver

Dashi (oder Gemüsebrühe)

Gebt ungefähr so viel Mehl in eine Rührschüssel, wie ihr es auch für Pfannekuchen verwenden würdet – passt also die Menge an die Personenanzahl an. Zum Mehl gebt ihr dann 2tl Backpulver und 2tl Dashi oder Gemüsebrühe. Vermischt die trockenen Zutaten gut und fügt dann unter rühren so viel Wasser hinzu, dass ein Teig (mit ungefähr Pfannekuchenteig konsistenz) entsteht. Jeh nach Mehlsorte kann das mal mehr mal weniger sein, probiert einfach ein bisschen aus und gebt das Wasser langsam dazu.

Wenn der Teig gut verrührt und Klumpenfrei ist, bedeckt die Schüssel mit einem Tuch oder Deckel und stellt den Teig für ca. 15-20 min. zur Seite.

Wendet euch nun den anderen Zutaten zu.

Hier das, was eigentlich in jedem Okonomiyaki enthalten ist:

Weißkohl

Beni-shouga (rot eingelegte Ingwerstreifen)

Agedama (kleine frittierte Teigkügelchen) – alternativ dazu nehmt einfach stinknormale Kartoffelchips!!

(Nagaimo (eine Wurzel, die beim reiben eine klebrig-schleimige Konsistenz entwickelt.. ist aber kein Muss, daher hier in Klammern))

Katsuoboshi nach belieben (fein gehobelter getrockneter Fisch) -wird am Schluss oben drauf gestreut

Falls ihr Nagaimo verwenden wollt, rührt 2tl der geriebenen Wurzel unter den Teig. Das erzeugt eine „chewy“ Konsistenz.

pro Person ca. 3-4 Weißkohlblätter entstielen und in feine Würfel hacken. Möglichst klein, da die Okonomiyaki später nur recht kurz gegart werden und der Kohl ja dann durch sein soll.

ca. 1-2tl Benishouga fein hacken

eine Hand voll Agedama (oder zerbröselt einfach eine Hand voll Kartoffelchips grob)

Das war es auch schon! Nun noch eure anderen Lieblingszutaten mit in die Schüssel geben, die Zutaten kurz unter den Teig mischen, eine Pfanne (oder idealerweise Teppanyaki) erhitzen und die gewünschte Menge des Teiges hinein geben. Das ganze ca. 5 Minuten vor sich hinbrutscheln lassen, dann geschickt -am besten mit zwei Pfannenwendern- wenden und nochmal kurz die andere Seite braten.

Das wichtigste habe ich vergessen zu erwähnen!!! Die Sauce!!

Die richtige Sauce macht die Okonomiyaki aus! Ich kann euch nur empfehlen, den nächsten großen Japanischen Lebensmittelmarkt aufzusuchen und dort nach Okonomiyaki soosu zu fragen. Unbedingtes Muss dazu ist Kewpie Mayoneesu.

Wenn ihr das Okonomiyaki wieder zurück wendet, gebt direkt die Sauce darauf, malt mit der mayo Schlangenlinien oder sonstige bevorzugte Muster und gebt zu Guter Letzt noch ein wenig Katsuoboshi darauf.

Die Katsuoboshi werden durch die Hitze und Luftzirkulation tanzen^^

Das war es auch schon!

Okonomiyaki machen am meißten Spaß, wenn man ein Teppanyaki besitzt und es zusammen mit Freunden am Tisch zubereitet.

Es ist ein einfaches, recht schnelles und günstiges Essen.

Unsere Lieblingszutaten sind Käse, Teriyaki Hühnchen, Schinkenstreifen, Garnelen und Tofu.

Fleisch und Tofu legt man übrigens oben auf die Okonomiyaki Oberseite auf und grillt sie dann beim wenden mit. Käse und andere kleine Zutaten wie z.B. Mais kann untergerührt werden.

Wenn man Dashi nicht mag, kann man es durch Brühe ersetzen. Benishouga und Katsuoboshi kann man zur Not auch weglassen.

Ich habe mir sagen lassen, dass das ganze auch mit Ketchup schmecken soll, aber ich bevorzuge Okonomiyaki soosu..

Sobald ich wieder in Deutschland bin, werde ich diesen Beitrag durch ein Okonomiyaki Tutorial mit Fotos ersetzen. Vielleicht auch schon am Wochenende, wenn wir in Chiba essen gehen.. mal sehen.

Viel Spaß beim ausprobieren!

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