Düsseldorf..und was dazu gehört

Pause.

Nein. Keine Pause vom Bloggen.

Ich ignoriere jetzt einfach mal (schon wieder) die vielen angefangenen Posts, die sich mittlerweile angesammelt haben und schreibe mal wieder etwas … Neueres?!

In den letzten paar Monaten hat sich hier so einiges getan – und eins muss jetzt mal raus.

Ab dem 1.3. bin ich offiziell keine Studentin mehr. Vorerst.

Warum? tja…

Kinder, Arbeit und Studium war doch ein wenig viel. Vor allem die Kinder haben da in letzter Zeit sehr drunter gelitten und auch ich hatte immer mehr Erschöpfungszustände als mir lieb war.

Wisst ihr eigentlich was das für ein psychischer Druck ist, wenn alle Eltern um einen herum „housewifeys“ sind? Natürlich reiben sie einem bei jeder Gelegenheit unter die Nase, wie gut und toll es doch für ihre Kinder ist, dass sie zum Mittagessen nach Hause kommen (da kann man sie nämlich toll mit Ultra-super-mega-Bio-Futter vollstopfen). Und natürlich haben sie jeden Tag schon verplant.

„Also, Montags hat die Kitty* (*=Name der Schreiberin bekannt) immer Reitunterricht. Dienstags ist sie in der Tanzschule, Mittwochs gehen wir zum Singkreis, Donnerstags hat sie Gymnastik und Freitags geht sie zum Förderunterricht für sehr begabte Kinder. Am Wochenende haben wir dann noch einen Schwimmkurs und unsere Lesestunde.“

Ja… und danach brauchen die Kinder dann den Rest ihres Lebens eine Therapie um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, da Mami sie noch nichtmal alleine über eine Ampel gehen, geschweige denn aufs Klo gehen lässt. Meh.

Aber die armen armen Kinder, die in der Nachmittagsbetreuung versauern müssen… meine armen Kinder.

Selbst wenn du als normal tickender Mensch weißt, dass diese Überbetüddelungen definitiv eher Strafe als Segen für die Kinder sind, knarzt es doch im Gehirn und man fängt an sich zu fragen, ob man eine gute Mutter ist. Ob es so weitergehen kann.

Dann kommt dazu, dass sich eines der Kinder in der Schule kompett verweigert – und man sucht die Schuld bei sich (obwohl man nach außen hin sehr sehr sicher ist, dass das zum Großteil die Lehrer verbockt haben..aber halt nur nach außen..).

Man überlegt, wieviel Zeit man an einem normal stressigen Tag mit den Kindern gemeinsam hat.. und dann stellt man fest, dass man sie eigentlich kaum sieht. Frühstück, Hausaufgaben, Abendessen, ins Bett bringen. Mehr ist da nicht. Ausflüge zum Rhein? Haha…. Mal unter der Woche Eis essen gehen? Bwahahaha….

Und dann überlegt man was man alles mit den kleinen Monstern machen könnte, wenn man genügend Zeit hätte..

Schwimmen gehen. Auf den Spielplatz gehen. Museen besuchen. In den Zoo fahren. Lesen. Spielen. Kuscheln…

Das Gehirn fängt an, wilde Theorien und Berechnungen aufzustellen. Was wäre, wenn ich einfach mal eine Pause mache? Neeeeein… undenkbar…. oder doch nicht?

Ich habe fast ein Jahr mit mir gerungen. Ein beschissen Stressiges Jahr. Dann kamen Nervenzusammenbrüche und erste Anzeichen von Depressionen. Mir ging es beschissen, den Kindern ging es beschissen und in der Beziehung mit Männe konnte ja garnicht alles rund laufen, da ihn mein Zustand natürlich nervlich auch mitgenommen hat.

Aus der Depression bin ich mit Hilfe meines Hausartztes schnell wieder herausgekommen nachdem er mich für 3 Wochen verpflichtend krank geschrieben hat. Ich konnte mich ausschlafen und darüber nachdenken, was ich wirklich will im Leben – was mir wichtig ist.

Die Kinder.
Meine Beziehung.

Den letzten Schubs habe ich dann Ende Januar bekommen, nachdem sich die Schulsituation bei meinem Sohn noch weiter verschlimmert hat.

Das war für mich der Punkt an dem ich zwei Tage durchgeheult habe (die Kinder waren an dem Wochenende nicht da… und Männe auf Geschäftsreise), stundenlang mit meiner Mutter und allen möglichen Freunden telefoniert habe, unszählige Pro/Kontra Listen verfasst habe und am Ende für mich die Entscheidung stand.

Ich pausiere mein Studium.

Ich gebe es nicht komplett auf, denn das kann ich (noch) nicht. Aber ich bin ab März offiziell für ein Jahr quasi erstmal nurnoch Mama & Hausfrau… mit Kindern, die zum Mittagessen nach Hause kommen damit ich sie mit jeder Menge gesundem Zeug quälen kann.. mit denen ich Ausflüge machen kann.. mit denen ich Zeit habe.Hoffentlich werde ich nicht auch so eine Übermutter, die irgendwann vor ihrem Kind steht „Mensch Joooooonassss*!! Jetzt hat die Mutti Stress wegen dir, weil du nicht daran gedacht hast, dass du heute noch zum Klarinettenunterricht musst! Wie konntest du das nur vergessen?!“ (japp…genau so stand neulich jemand vor mir und dem Kind….)

Wobei – ich wäre eh eher für Klavierunterricht..

P.s.: ich tendiere im Moment eher dazu, auf meinem Foodblog rumzuwuseln. Wer mal schnuppern mag was es bei uns gelegentlich so auf die Teller gibt, wird dort fündig~

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明けましておめでとう ・ frohes neues Jahr

*you had just one job….* danke Rheinbahn!

Da ist das Jahr tatsächlich schon wieder um…

Wir mussten den Jahreswechsel dieses Mal ohne Männe überstehen. Ziemlich komisch, vor allem, da er ja heute – also am 1.1. – Geburtstag hat und wir mit ihm nur schlecht in Kontakt treten können.

Ich verbrachte daher den gestrigen Tag damit, durch die Supermärkte zu ziehen um alle japanischen Zutaten für die nächsten Wochen zusammen zu bekommen, danach bis Nachmittags zu dösen, dann zur japanischen Mitternacht ein paar Kommunikationsversuche via Skype zu starten, mich wie immer ein bissel aufzuregen und alles gar zu persönlich zu nehmen („..das Essen hier in Japan ist sooooo unglaublich lecker!! Alles ist lecker! Alles ist toll! Und alles ist soooo sauber!“), schließlich zu putzen & zu kochen.

Zumindest Toshikoshi-Soba wollte ich auf den Tisch bringen – und ein paar Nikuman für unterwegs.

 

 

Um 21:00 machten wir uns dann auf den Weg zum Tempel. In meiner unglaublichen Intelligenz, habe ich natürlich einen Weg herausgesucht, den wir vorher noch nicht gelaufen sind. Auf halber Wegstrecke (…als es sich langsam nach *mist, wir haben uns verlaufen* anfühlte) stellte ich auch noch fest, dass ich mein Handy zuhause hab liegen lassen. Super. Ohne das kleine Wunderding bin ich quasi nackelig. Meh.

Also nochmal alles im Kopf durchgehen.. links abbiegen, dann geradeaus, dann wieder links….

Nachdem wir endlich eine Ecke wiedererkannt hatten, klappte der Rest des Weges auch recht gut.

Am Tempel angekommen, war ich erstmal ein wenig überfordert. Viele Menschen. Eine Tasse grüner Tee für uns drei und die Überlegung, ob wir uns wohl auch zum Glocke läuten anstellen sollten. Wir entschieden uns dagegen, lauschten weiter den Glockenschlägen und wärmten uns am Feuer.

Gegen 23:30 fing es dann an zu nieseln. Das war der Punkt, an dem meine beiden Mosterchen Unisono anfingen „Meeeeeh! Ich will nach Hause! Mir ist kalt! Der Tee schmeckt nicht! Die Glocke ist zu laut! Ich will nach Haaaaauseeee!“

Alle angewandten Überredungskünste waren vergebens und so machten wir uns auf zur nächstgelegenen U-Bahn Haltestelle.

Nach einem Blick auf den Fahrplan war ich erleichtert – wir würden sogar noch vor Mitternacht zu Hause ankommen und könnten von dort dann das Feuerwerk bewundern.

Haha. Ha. Ich hatte die Rheinbahn nicht in den Plan mit einkalkuliert….

Natürlich fuhr KEIN Zug zur angegebenen Uhrzeit. Und auch danach nicht.

Wir standen über 20 Minuten in der Kälte. Zumindest waren wir nicht allein und auch die Leute am gegenüberliegenen Bahnsteig wurden immer unruhiger.

Um Mitternacht wünschten wir uns dann über die Bahngleise hinweg ein frohes neues Jahr und schauten ein paar Idioten zu, die ihre Böller auf die Schienen warfen.

Ein paar Minuten später (eine gefühlte Ewigkeit…) kam dann endlich unser Zug und brachte uns nach Hause.

Wir schafften es dann noch, eine Weile die Raketen zu bewundern, aber die Kinder wollten schnellstmöglich ins Bett – da kann man als Mutter doch nicht Nein sagen!

Tja, und heute haben wir so ziemlich Nichts gemacht. Eigentlich nur geschlafen, gegessen und ein paar Filme geschaut..

Ab Morgen geht es bei uns wohl ein wenig stressiger weiter.. aber, es war ein guter Rutsch ins neue Jahr!

Fast vergessen – die guten Vorsätze!

Für dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, mein Gewicht mal ein wenig dem von Männe anzunähern, endlich den Zahn-horror hinter mich zu bringen, weniger streng zu meinen Kindern zu sein, meinen eigenen kleinen Laden zu eröffnen & Männe ein bisschen mehr zu verwöhnen. Teilweise hat er es echt nicht leicht mit mir *seufz*

Ich hoffe, ihr seid auch alle gut ins neue Jahr gerutscht und freue mich schon auf ein weiteres Blogger Jahr mit euch!

Alles Liebe,

Rose

 


keep moving

 

Noch 3 Tage.

Ich versinke in einem Meer aus Umzugskisten und Kleinkrams der sich nicht sortieren lässt geschweigedenn verpacken.

Wir haben eine schnuckelige Wohnung auf der anderen Rheinseite gefunden. Einziges Problem- da sich alles mal wieder extrem lange hingezogen hat, bleiben uns nur noch 3 Tage um unsere Wohnung und unser Leben in Kisten zu verpacken bevor wir unseren Sommerurlaub in Japan antreten werden. Am Tag nach unserer Rückreise ziehen wir um.

Nebenbei schreibe ich noch an meiner letzten Semesterarbeit, versuche die Termine der Kinder so zu managen, dass sie all ihre Freunde nochmal sehen können, organisiere den ganzen Papierkrams, koche, putze, wasche und renne hektisch hin und her.

Zumindest wird mir nicht langweilig……..

Männe ist übrigens aus der Schusslinie – sein Boss schlörrt ihn grad irgendwo bei Frankfurt durch die Pampa und betitelt es als Businesstrip. Wohoo.
Ich denke, dass ich mich das nächste Mal dann wieder aus Japan melden werde, je nachdem wie spannend das hier noch wird…

Auf einen tollen Sommer und einen (hoffentlich gelingenden) Neustart ~

 

 

 

 


Chaos, Umzug und Romantik mal anders

Mein allerliebstes Netbook hat vor ein paar Tagen nun endgültig seinen letzten Atemzug getan und nun stehe ich ohne Computer, Programme und Fotos da… ärgerlich. Merke- Dateien immer schön extern sichern! Gnarf!

Momentan ist es so chaotisch, dass ich mal wieder zu nichts komme und ich nicht weiß mit welchem Stapel Arbeit ich zuerst anfangen soll, von daher gönne ich mir jetzt mal eine Auszeit, lasse Hokkaido links liegen und leite eine neue Lästerrunde ein.

Nachdem ich ganz ganz viel Spaß mit der Schule meines Sohnes hatte und dieser darin gipfelte, dass ich das Schulamt einschalten musste um denen mal die Grenzen aufzuzeigen, wuchs der Wunsch in eine andere, eine bessere Ecke von Düsseldorf umzuziehen immer mehr.

Also machte ich mich an die Wohnungssuche. Eine perfekte Wohnung war schnell gefunden, die Maklerin super nett, die Probleme mit Papierkrams schnell aus der Welt geräumt und kurz vor Vertragsunterzeichnung ließ uns der Besitzer dann mitteilen, dass wir die Wohnung dann doch nicht bekommen weil wir „nicht verheiratet sind“ und ja die Möglichkeit bestünde, dass Männe wieder nach Japan zurückgeht. Aaaaaahja…genau.

Egal, da draußen wartet irgendwo die perfekte Wohnung auf uns – und wir werden sie definitiv vor September finden! Jawoll!

Nebenbei sind grade Klausurwochen in der Uni und mein Kopf funktioniert nach dem Siebprinzip. Wissen rein – wissen raus. Macht sich vor allem bei Kostümhistorischen und Berechnungsklausuren mit jeder menge Formeln ganz toll…..

Also wollten wir uns spontan ein Wochenende gönnen um von dem ganzen Stress mal wegzukommen und einfach mal wieder Zeit für uns zu haben. Die Kiddies haben wir mit der Oma in die Ferien geschickt, also wirklich nur wir zwei.

Der (etwas sehr chaotische) Umzug einer Freundin nach Aachen kam uns daher sehr gelegen. Ein Mietauto war schnell gefunden und die Überraschung beim Abholen des selbigen war groß, da wir ein kleines Autöfftöff für 4-5 Personen erwartet hatten… und uns nun einem ausgewachsenen VW Multivan für 7 Personen gegenüber sahen.

Bis Bf mit dem Ding einigermaßen sicher fahren konnte, hatte ich schon um die 6 Herzattacken.

Für den Umzug war das Ding aber genau richtig. Es passte alles an Möbeln rein plus der beteiligten Menschen, die sonst mit dem Zug hätten kommen müssen.

Auf nach Aachen! Da waren wir vor garnicht mal soooo langer Zeit schon (habe ich darüber hier überhaupt schon gebloggt?!?) und kannten uns dementsprechend ein wenig aus. Der Umzug war schnell erledigt und die Idee wuchs, dass wir doch eigentlich den Segen des Multivans nutzen könnten um darin zu übernachten. Schließlich lässt sich das Ding im hinteren Bereich zu einem schicken Doppelbett umfunktionieren….wenn man weiß wie es geht.

Wir organisierten also noch schnell so Lebenswichtige Sachen wie neue Unterwäsche, Socken, Zahnbürsten/Zahnpasta und co, und ich stellte mich auf einen romantischen Abend in der „Wildniss“ ein. Haha…ha….

Träume zerplatzen ja bekanntlich besonders schnell – und noch schneller, wenn man einen japanischen Mann an seiner Seite hat.

Das romantische Essen beim Italiener war dementsprechend mit schlechter Laune seinerseits belegt, da es für Pasta schon zu spät war und nur noch Pizza, Lasagne und Salat zu bekommen war. Nix mit Spaghetti Carbonara oder Bolognese! Ich bestellte mir also die Lasagne (nach einer 15 minütigen Diskussion wie besch… er doch Lasagne findet und dass japanische Lasagne die einzig Wahre ist etc.) und fragte ihn nach seiner Wunschpizza. Margharita. So ziemlich die einzige Pizzasorte, die ich nicht wirklich gerne esse.

Der Kellner brachte neuen Schwung in unsere Stimmungsschwankungen indem er IHM die Lasagne vor die Nase setzte und ich die Pizza bekam! Anstatt mir dann die Lasagne rüberzureichen, fing der Herr einfach an zu futtern und hörte nicht mehr auf. Als ich ihn schließlich dazu überreden konnte, doch mal seine Pizza zu probieren stellte er fest, dass die Lasagne doch wesentlich besser schmeckt und überließ mir die Pizza. Super. Ich quälte sie mir also rein und versuchte mich daran zu freuen, dass wir unsere „schmeckt nicht total scheiße“ Liste um ein Gericht erweitern konnten, aber beim Bezahlen ging der Zirkus weiter. Ich wollte mich dementsprechend nurnoch irgendwo verkriechen und schlafen.

Das Problem – wo kann man denn schlafen? Einfach so irgendwo parken wäre Wildcamping und daher nicht erlaubt. Wir einigten uns auf einen Autohof, parkten in der dunkelsten Ecke die wir finden konnten und dann fing das Drama erst richtig an…

Um aus den Sitzen des Multivans ein Bett zu basteln, muss man bestimmte Knöpfe und Hebel in einer bestimmten Reihenfolge drücken/ziehen und im richtigen Moment gegen die Sitze pressen. Ich studierte also die Anleitung um jeden Schritt auch wirklich richtig ausführen zu können, aber es wollte alles nicht so, wie ich das wollte. Nachdem mir Männe zum x-ten Mal auf meine Anweisung „jetzt bitte nach vorne drücken“ entgegnete „wohin drücken? Zu mir oder zu dir?“ riss mir der Geduldsfaden und ich wurde pampig, was darin resultierte, dass er sich sein Zahnputzzeugs schnappte und in die Dunkelheit verschwand.

Aus lauter Frust bearbeitete ich die Sitze dann so lange, bis das erwünschte Ergebnis tatsächlich dabei herauskam und richtete schonmal das Bett her.

Nächstes Problem – wir hatten nur eine Isomatte. Ich dachte mir also, dass ich mal ein nettes Frauchen sein sollte und legte die Matte auf seine Seite ( in der Hoffnung und Erwartung, dass er meine Entschuldigung für das Anpampen erkennen- und mich mit auf die Matte bitten würde…). Falsch gedenkt.. Er kam, legte sich auf die Matte, rollte sich in seinen Schlafsack ein und schlief ohne ein weiteres Wort.

Tja… ich saß erstmal noch eine Weile wach und konnte mit dem Kopfschütteln nicht mehr aufhören.

Eigentlich hatte ich beschlossen, ihn am nächsten Morgen einfach zu ignorieren, aber da ich um kurz vor 5 schon mit heftigen allergischen Reaktionen aufwachte, war ich einfach zu fertig um noch weiterzustreiten. Ich schnieffte also so leise wie möglich vor mich hin bis er gegen 9:30 Uhr auch endlich mal das Bedürfniss empfand, die Augen zu öffnen. Schlecht gelaunt.

Ein kurzzeitiges Aufflammen von besserer Laune wog mich leider in falscher Sicherheit… und auf dem Weg in die Eifel fing es dann wieder an zu brodeln.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich es hasse ignoriert zu werden?? Besonders in einem Streit? Und ganz besonders wenn ich versuche den ersten Schritt zu machen um den Streit wieder beizulegen?

Irgendwann habe ich mir den Wagenschlüssel geschnappt und mich auf der Rückbank verkrochen wärend er noch weiter ins (eigentlich schöne) Grün der Eifel starrte. Irgendwann hat wohl auch er den Wink mit dem gottverdammten Zaun verstanden und kam ins Auto. Aber statt mit mir zu reden, ging das Schweigen und ignorieren in eine neue Runde.

….bis ich explodierte.

Oh tat das gut, endlich mal alles rauszulassen und ihm an den Kopf zu werfen was mich nervt! Natürlich hatte er auch einiges, aber das musste ich schlucken und besser er sagt es mir, als dass er es immer mit sich rumträgt und schlechte Laune hat.

Das Ende vom Lied – wir lagen uns heulend in den Armen und ich habe ganz viele „es tut mir Leid“ von ihm bekommen. Anschließend war er der perfekte Gentleman für den Rest der Reise. Kein Gemecker mehr, ganz viel Händchenhalten und gute Laune. War fast schon unheimlich, aber tat auch verdammt gut.

Wunder oh Wunder hat dieser Zustand auch bis jetzt noch angehalten!

Ich glaube mittlerweile, dass er – genau wie ich- regelmäßig einfach mal ein Ventil braucht um Frust und Stress rauszulassen. Streiten ist dafür zwar nicht der beste Weg, aber ziemlich effektiv…

So, ich muss jetzt zurück in meine kleine Glitzerwelt mit pinken Einhörnern und so! Auf dass wir ganz schnell eine tolle Wohnung finden und mit dem Packen anfangen können (möglichst noch bevor es nach Japan zurück geht…)!

Tschakka!


über intelligente Ninjas, ‚die Deutschen‘ und mehr..

 

Gestern war ein Tag, wie er schöner nicht hätte sein können.

Kino. Mit 4 Kindern und einem japanischen Mann. Stimmung: Bombe.

Männe ist während des Films immer wieder eingeschlafen („vestehe ja eh nichts – aber die Sitze sind bequem“), Töchterchen hatte Angst, Sohnemann und der Rest fanden den Film super.

Nach dem Kino kamen wir irgendwie vom Thema Monster auf das Thema Ninjas – ich glaube weil Sohnemann einfach ein wenig zu viel rumgesprungen ist und ‚hayaaaaa‘ während Schlagbewegungen geschriehen hat.
So sah ich mich also in der Verpflichtung ihm näherzubringen, dass Ninja keineswegs irgendwo brüllend durch die Gegend springen und er somit kein Ninja wäre. Aus sicherer Entfernung ließ sich daraufhin das kleine zarte Stimmchen von Töchterchen vernehmen: „Ja, und außerdem sind Ninjas intelligent………….!“

… apply water to burn….

Es war auf jeden Fall schlagartig Ruhe. Jetzt habe ich ein Kind, dass gerade versucht seine Schleich- und Versteckkünste zu perfektionieren..

*Passt ja, da wir im Sommer in einen kleinen Ninja- Freizeitpark fahren werden! Wohooo – unsere Flüge sind nämlich seit ein paar Tagen gebucht~*

Während des gleichen Spaziergangs schüttete BF mir ebenfalls sein Herz aus – er hatte vor kurzem an einer Schulung seinder Firma teilgenommen. Nur für Japaner. Thema: Wie lebe und arbeite ich in Deutschland.

An und für sich ja eine sehr löbliche Herangehensweise, allerdings blieb mir bei Bfs Bericht irgendwann der Atem weg.

Wir Deutschen arbeiten nicht bis spät in die Nacht, weil wir gelernt haben „Nein“ zu sagen.

Aha.

Laut Schulung hat Deutschland nach dem 2. Weltkrieg mühsam das „Nein sagen“ wiedererlernen müssen um sich vor neuen Machtansprüchen schützen zu können und das Volk wieder zu einen.

Aha.

Deshalb können wir jetzt unserem Chef sagen, dass wirdefinitiv NICHT bis 23:00 im Büro sitzen werden und wir DEFINITIV unsere 30 Tage Urlaub am Stück nehmen werden. Und wenn es mal eine Aufgabe aus einem anderen Bereich gibt, die wir machen sollen – vergesst es! Ist nicht unser Bereich, machen wir nicht.

So zumindest die Japanische Sicht.

Klar, irgendwie müssen sie es sich ja schönreden, dass ihre deutschen Kollegen definitiv früher Feierabend machen und „andauernd im Urlaub sind“. Deutsche Arbeitszeitgesetze…pfffft… wer braucht sowas schon! Gibt deshalb für die Japaner auch keine elektronischen Chipkarten für die Arbeitszeiterfassung…….

Tja, Männe wurde aber vom deutschen Teil der Firma angestellt – und hat dementsprechend so ein elektronisches Kärtchen.. bin mal gespannt ob da noch was kommt..

Ansonsten scheint es noch allgemeine Infos zu „den Deutschen“ gegeben zu haben. Natürlich trinken wir z.B. alle am Liebsten Bier. Wer würde denn auch was anderes trinken wollen, nachdem man sich am japanischen Waschwasser den Magen verdorben hat..

Also nichts sonderlich spannendes, was ein normal denkender Mensch nicht auch ohne Schulung bereits begriffen hätte.

Männe hat sich ja relativ schnell in seiner Abteilung als „Gaijin lover“ geoutet und wird seitdem von seinen Kollegen quasi bei jeder Gelegenheit mit Fragen überrannt.Wo findet man eine Gaijin-freundin? Wie aktiv sind wir so *nudge nudge*? Und die wichtigste Frage: Was darf man auf keinen Fall machen, wenn man eine Gaijinfreundin hat?!?! Seine Antwort: Auf keinen Fall, niiiiemals nimmer nie (!!!) darf man einen wichtigen Tag wie Geburtstag oder Weihnachten vergessen! Und man muss immer ein Geschenk haben! Sonst hat man keinen Kopf mehr…(Ich denke, er ließ da seine persöhnliche Erfahrung mit reinspielen die er aufgrund meiner überaus erfreuten Reaktion, als er meinen Gerburtstag vergessen hatte, sammeln konnte..)
Wo er Recht hat…

In other news:

Töchterchen hat ihre erste Taikostunde gut hinter sich gebracht, aber wir überlegen noch ob wir sie wirklich fest in der Gruppe anmelden wollen. Kostes verhältnissmäßig viel Geld.. und sie kann nur jede 2. Stunde hin.
Sohnemann hatte zu viel Schiss weil die Trommeln zu laut waren – dafür ist er dann mit mir über den Japanischen Flohmarkt im Eko Kindergarten gerauscht. Besser gesagt – wir haben uns gequetscht. So. viele. Menschen! Nun hat unsere japanische Kinderbuchsammlung an Umfang gewonnen und das Hiragana lesen lernen kann munter weitergehen!

 


Nobara – or ‚what happens if music goes wrong‘..

Es ist mal wieder so weit – ich habe meine Musiksammlung sortiert und bin dabei auf DINGE gestoßen….

Mein momentaner Liebling:

Nobara (Shiina Ringo) – Sah ein Knab ein Rößlein stehn … mit japanischem Akzent und keybord-Marschmusik wumms dahinter. Die Aufnahme des Liedes hat wahrscheinlich sauviel Spaß gemacht – das hören macht eher weniger Spaß und endet (zumindest bei mir) mit Lachkrämpfen.

Kann hier leider keine MP3s hochladen, ansonsten würd ich euch auch in den Hochgenuss kommen lassen!

Platz 2 belegt – ebenfalls von Shiina Ringo- „tamanegi no happy song

Auszug: „the world is just a great big onion
and pain and fear are the spices
that make you cry, oh baby
and the only way to get rid
of this great big onion
is to plant love seeds“

Yay! Packt eure Blümchen aus! Flowerpower 4evvaaaaa .. oder so

Ansonsten macht die gute Frau aber recht hörbare Sachen in alle möglichen Richtungen angefangen bei Klassik über Pop, Rock bis hin zu Elektro – ist also eigentlich für jeden was dabei.

Ich bin damals über den Film „Sakuran“ auf sie aufmerksam geworden und höre seitdem einige ihrer Sachen ganz gerne.

In den Tiefen meines Computers habe ich auch GOGO7188 wieder ausgegraben! *Staub runterpust* ..habe ich bestimmt schon ein~zwei Jährchen nicht mehr gehört und leider haben sie sich letztes Jahr getrennt.. wollte eigentlich schauen, dass ich auf ihre nächste Tour komme. Den Auftritt in Yokohama vor 2 Jahren hab ich ja leider verpasst ~.~

Japanischer Punkrock gemischt mit Pop und Enka.. was soll man da noch groß zu sagen

So, ich gehe jetzt fleißig Fotos sortieren für euch!

じゃあね~

*Edit: WordPress mag mich grad keine Youtube videos einbinden lassen *seufz* ich schaue mal wie ich das beheben kann und solange müsst ihr euch halt mit den Links zu den Videos vergnügen.. Gomen ne~


Ein Tag im Duisburger Zoo

 

Ist mittlweile schon ein paar Wochen her, dass meine Mutter zu besuch war – aber Fotos veralten ja nicht so schnell (vor allem nicht in digitaler Form)..

Ich war das Letzte Mal vor fast 6 Jahren im Zoo Duisburg glaube ich. „Damals“ war er noch ein bisschen unspannender (?) und die Kinder waren auch noch nicht sooo begeistert von Zoobesuchen.

 

ich will auch…..

Jetzt sieht das anders aus. Da muss auch ein japanisches Morgenmuffelchen mal aus dem Haus – was tut man nicht alles für ein Kinderlachen.Meine Favoriten waren Quallen, die durchhängenden Koalas und das Faultier (habe leider kein Foto von Männe und Faultier zusammen machen können… hätte so gut gepasst! *seufz*)

ich mag auch!!

– die Kinder fanden den Tiger, die Delfine und die Riesenschildkröten (denen sie den Panzer tätscheln durften) am Besten.

rawwwr..

Biiiiiiitte bitte gib mir Futter!! Ich schaue dann auch ganz niedlich in die Kamera..versprochen.. bütte bütte büüüüüütte!!

 

Alles in Allem ein sehr schöner Tag mit vielen interessanten Tieren und strahlenden Kindern.

Übrigens – wie sollte es auch anders sein – ist das Morgenmuffelchen der festen Überzeugung  japanische Zoos wären wesentlich besser …

Tja, in Japan ist halt alles besser und das Gras viel grüner und so.. ihr wisst schon~


für den Guten Zweck

 

Bevor ich die Zeit finde, unseren Besuch bei Giraffenbabys und genialen Faultieren in Buchstabenform zu bringen, mag ich dieses hier voeschieben –

gestern fanden im Eko Haus Düsseldorf (dem japanischen Tempel) Workshops für Kinder zum Thema Koto & Taiko -und ein Kinder Benefizkonzert statt.

 

 

Da ich ja selber mit der Koto rumexperimentiere und die Kinder ja auch langsam mal ein Instrument erlernen sollen, beschloss ich also die Bande dort hinzuscheuchen. Außerdem lockte ein gemeinsames Bento essen im Tempelgarten.

Zu den Workshops haben wir es leider nicht geschafft, aber es war auch so schön die ganzen Kinder zusammen herumrennen und spielen zu sehen. Viele japanische Kinder, jede Menge „Halfs“ und dazwischen einige Blondschöpfe. Selbst Sprachbarrieren gab es kaum.

 

 

Das Benefizkonzert schließlich fand im unteren Veranstaltungssaal des Eko Hauses statt. Etwas komisch, da das Wetter draußen ja mehr als nur schön war – und der Raum kaum Sauerstoff zuließ – aber wegen der Taikotrommeln wohl ganz gut. Es dröhnte doch ziemlich..

 

 

Es traten nacheinander viele Kinder mit ihren Musiklehrern oder auch alleine auf. Koto, Klavier, Violine, Chello, Taiko und Harfe. Die jüngste Teilnehmerin war grade mal 4 Jahre alt (wenn ich es richtig mitbekommen habe) und spielt schon seit ihrem 2. Lebensjahr Violine!! Sowas von knuffig und begabt!!

 

Ich fand die Idee, ein Konzert von Kindern für Kinder zu veranstalten großartig! Die gesammelten Spenden werden den Kindern, die durch das große Tohoku Beben einen oder beide Elternteile verloren haben, zugute kommen.

Ich hoffe, dass ein solches Konzert auch nächstes Jahr wieder stattfindet – und vielleicht sind unsere zwei Zwergnasen dann auch dabei, denn sie haben sich direkt für ein Probetraining in der Taikogruppe angemeldet!

Mal schauen, ob ich sie auch noch ans Klavier bewegen kann….

Ich bin übrigens noch immer krankgeschrieben und versuche somit die Arbeiten aus dem Studium irgendwie von hier zu schaffen. Manchmal garnicht so einfach wenn die bessere Hälfte z.B. Fußball schauen mag und ich grade an der Nähmaschiene rumrattere.. wird Zeit, dass wir endlich in eine größere Wohnung umziehen wo wir mindestens ein Zimmer mehr haben.

P.s.: wenn jemand sich auf den Fotos erkennt und nicht im Internet erscheinen möchte, bitte bei mir melden – ich lösche dann die betreffenden Fotos sofort.


Hier hast du eine Visitenkarte…nicht.

Manchmal könnte ich meine bessere Hälfte einfach nur knutschen!

Meine Ma war am letzten Wochenende zu Besuch und natürlich musste Bf sich dementsprechend präsentieren. Nämlich irgendwie garnicht. Heimweh nach Japan hin oder her, er wurde in den japanischen Tempel von Düsseldorf geschleift (gefiel ihm auch garnichtmal sooo schlecht) und musste einen Tag im Duisburger Zoo ertragen (dazu später mehr). Klar, dass man vor lauter Anstrengung dann nicht mehr ganz so klar im Köpfchen ist und folgende Sätze beim Abendessen von sich gibt. Auf Deutsch.

„Hier, das ist meine neue …wie sagt man… (wir:Visitenkarte) ooooh, ja, genau, Visitenkarte. Und da steht mein Name. Das ist auf Japanisch. Und da steht meine Telefonnummer…………. (langes schweigen)………. aber bitte niiiiiiiiiie anrufen!!!!“

Meine Ma und ich schauen uns an, die Wörter in unseren Köpfen sortierend, und brechen dann in schallendes Gelächter aus, was wiederrum Bf ziemlich verstörend findet und ihn dazu nötigt, eine weitere Erklärung abzugeben.

„Das ist Arbeitshandy. Nur für Arbeit. Da nieeee anrufen!“

Jetzt hat meine Mutter also eine wunderhübsche Visitenkarte mit einem japanischen Namen drauf und Telefonnummern, die sie niiiiiiiiiiemals anrufen darf. Sowas aber auch. Zumindest eignet sie sich zum angeben ala ’schau mal, das ist mein zukünftiger Schwiegersohn und der ist so wichtig, dass man diese Nummer unter keinen Umständen niemals nie anrufen darf!‘

Klingt doch super, oder?


Japantag 2013

 

Da war er wieder.. der Japantag.

Morgens freiwillig früh raus zum Bento machen, Kinder rausputzen und ab in die bis zum brechen überfüllte Stadt.

Aber, wir haben es ja nicht anders gewollt.

Männe wollte mal sehen wie so ein Japantag in Düsseldorf ausschaut… und wäre am Liebsten nach einer halben Stunde schon wieder geflüchtet, hätte er sich nicht mit Freunden verabredet.

Wir saßen also auf der Rheinwiese und versuchten die Kuriositäten um uns herum zu verdauen, die Kids spielten brav auf dem kleinen Spielplatz und alles war Gut.

Das „Programm“, welches ich eigentlich anschauen wollte, haben wir dann doch sein lassen, da es in der Menschenmasse kein durchkommen gab. Lieber gemütlich noch ein paar Nikkuman mampfen.

Tja, und dann kamen die Idioten.

Ich habe nichts gegen Nerds. Nein, teilweise würde ich mich wohl selbst auch dazu zählen. Aber warum zur Hölle muss man sich so daneben benehmen?! Und das auch noch, wenn Kinder direkt daneben sitzen??
Ich finde es nicht besonders Lustig, wenn sich verpickelte Langhaaraffen an- bzw. bespringen, sich gegenseitig in die Weichteile treten (und das auch noch toll finden) oder sich wegen ner Plastikflasche ausm Aldi gegenseitig durch die Gegend rollen/treten/was auch immer die da gemacht haben! Arrrgh! Und das OHNE Alkohol!

Eine andere Unart, die ich echt ätzend fand waren die „Zombie walk“ ähnlichen Dinger. Aus allen Bereichen. Blutende Pikachus, zerfetzte Narutos, zerfleischte Sailormoons..
Nichts gegen Zombie walks – aber doch nicht auf einem FAMILIENFEST!
So, und nun erklären wir den Kleinen mal, was Splatter und Gore bedeutet…und warum der Typ Nadeln im Kopf stecken hatte. Mit Blut. Und Hackebeil mit Eingeweiden.

Einige Cosplays waren gut und man hat die Mühe/Arbeit dahinter sehen können – andere waren mit gutem Willen, aber schlecht gemacht – und wieder andere haben sich garnicht erst bemüht, sondern einfach einen Pikachu-Kigurumi (Ganzkörperschlafanzug) gekauft und sind damit rumgewackelt. Japp.. da waren ein paar hundert Pikachus unterwegs. Zur Freude der Kinder.

Tja, leider ließ die Kinderfreundlichkeit in der Menschenmasse auch einiges zu Wünschen übrig. Wir wollten an zwei Ständen mal ein Bisschen schauen, aber nachdem die Kids per Ellbogen von anderen Erwachsenen durch die Gegend (und vom Stand weg) geschubst wurden, hat es uns irgendwann gereicht.
Leute, es gibt da genug für ALLE! Man muss da keine Kinder verletzen nur weil man Angst hat nichts mehr abzubekommen!

Nach diesen super Erfahrungen also quetschten wir uns weiter durch die Massen in Richtung Wasserjojos.
Ein Arbeitskollege von Männe hat da ausgeholfen und gefragt, ob wir nicht vorbeikommen wollten um ein paar Yoyos für die Kinder zu holen.

Die Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen – Co-worker kennenlernen! Yay!
War auch ein ganz Netter und sogar gaaaaaanz freiwillig in Deutschland *räusper*

Die Kinder haben 4 Yoyos bekommen (hey, 2 Hände, 2 Yoyos!), Männe war enttäuscht darüber, dass es keine Goldfischbeckendinger wie bei japanischen Matsuris gab, und wir zogen weiter in Richtung Hauptbühne.

Dort gab es aber auch nichts wirklich spannendes. Überteuerte Takoyaki wollten wir auch nicht. Aber einkaufen für Sonntag und fürs Montagsbento mussten wir noch… schlechte Idee… aber das wusste ich auch schon vorher…

Auf der Immermannstraße war es überraschend leer. Außer natürlich vor und in den Supermärkten/Buchläden/Restaurants/was auch immer.

Der Dae Yang hatte sogar seine Nebentür geöffnet und eine 3. Kasse draußen platziert. Leider haben die Leute, die drinnen etwas kaufen wollten, das nicht so wirklich verstanden und lieber 2h drinnen angestanden statt draußen innerhalb von 10 Minuten bedient zu werden. Gut für mich. So konnte ich wenigstens das gekaufte Fleisch und die Edamame im noch gefrorenen Zustand nach draußen retten.

Zwei Sachen, die mir noch extrem aufgestoßen sind..

zum Ersten – die ganzen Anime Stände. Ich glaube, es gab noch nie so viele Stände mit Anime-goods auf dem Japantag! Nie! Und alle hatten wohl mehr oder minder das Gleiche (von weitem gesehen..weiß nicht wie es drinnen aussah). Im Gegenzug dazu, haben die traditionellen Stände noch mehr abgebaut als schon im letzten Jahr. Wirklich Schade. Es soll ja schließlich keine kostenlose Cosplayconvention sein, sondern ein Kulturaustausch!

Nicht falsch verstehen – Anime und Co gehren natürlich zur Kultur – aber was ist mit den vielen anderen tollen Sachen, die es über Japan zu erfahren/entdecken/kaufen gibt? Warum gab es keinen Stand für z.B. traditionelle Bentoboxen&Stäbchen etc. Oder Kanzashi. Oder Zori. Oder Lucky Charms. Oder oder oder… Mir würde da auf Anhieb so viel einfallen…
Ich glaube, das nächste Mal stelle ich mich da auch mit einem Stand hin. Besser und interessanter als die Animegoodie Dinger bekomme ich das bestimmt hin. Gnarf!

Das Zweite – Müll. Überall. Nur nicht in den Mülleimern. Leute, was ist so schwer daran, seine sch*** Tüten zu nehme und sie entweder A: in die eigene Tasche oder Tasche des Freundes zu packen, oder B: sie in einen der Zahlreichen Mülleimer zu stopfen! Auf der Rheinpromenade gab es in diesem Jahr MASSIG Mülleimer! Und selbst auf der Immermannstraße wurden von den Läden große Blaue Säcke zur Verfügung gestellt.
Außerdem – muss es sein, dass man seine Glasflaschen (anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen) auf einer Grünfläche zerdeppert? Wohlwissend, dass sich daneben eine Spielmöglichkeit für kleine Kinder befindet, die auch schonmal hinfallen und dann in den Scherben landen?

Bei sowas wird mir echt schlecht. Ich wurde dazu erzogen meinen Müll aufzuheben, sollte er mir runterfallen, und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Männe hat nun Japantag abgehakt. 1x und nie wieder. Außer es würde sich am Verhältnis Kultur&Anime etwas ändern. Und die Menschheit lernen, dass man Müll nicht auf die Straße wirft.

Uuuuuh, fast vergessen – auf dem Weg zu einer Starbuckspause sind wir in der U-bahn einem weiteren Kollegen von Männe über den Weg gelaufen.
Wir händchenhaltend. Männe knallroter Kopf. Hatsukashiiiiiiiii~

 

Auf eine Neue Woche voller Verrücktheiten!