2013

keep moving

 

Noch 3 Tage.

Ich versinke in einem Meer aus Umzugskisten und Kleinkrams der sich nicht sortieren lässt geschweigedenn verpacken.

Wir haben eine schnuckelige Wohnung auf der anderen Rheinseite gefunden. Einziges Problem- da sich alles mal wieder extrem lange hingezogen hat, bleiben uns nur noch 3 Tage um unsere Wohnung und unser Leben in Kisten zu verpacken bevor wir unseren Sommerurlaub in Japan antreten werden. Am Tag nach unserer Rückreise ziehen wir um.

Nebenbei schreibe ich noch an meiner letzten Semesterarbeit, versuche die Termine der Kinder so zu managen, dass sie all ihre Freunde nochmal sehen können, organisiere den ganzen Papierkrams, koche, putze, wasche und renne hektisch hin und her.

Zumindest wird mir nicht langweilig……..

Männe ist übrigens aus der Schusslinie – sein Boss schlörrt ihn grad irgendwo bei Frankfurt durch die Pampa und betitelt es als Businesstrip. Wohoo.
Ich denke, dass ich mich das nächste Mal dann wieder aus Japan melden werde, je nachdem wie spannend das hier noch wird…

Auf einen tollen Sommer und einen (hoffentlich gelingenden) Neustart ~

 

 

 

 

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Chaos, Umzug und Romantik mal anders

Mein allerliebstes Netbook hat vor ein paar Tagen nun endgültig seinen letzten Atemzug getan und nun stehe ich ohne Computer, Programme und Fotos da… ärgerlich. Merke- Dateien immer schön extern sichern! Gnarf!

Momentan ist es so chaotisch, dass ich mal wieder zu nichts komme und ich nicht weiß mit welchem Stapel Arbeit ich zuerst anfangen soll, von daher gönne ich mir jetzt mal eine Auszeit, lasse Hokkaido links liegen und leite eine neue Lästerrunde ein.

Nachdem ich ganz ganz viel Spaß mit der Schule meines Sohnes hatte und dieser darin gipfelte, dass ich das Schulamt einschalten musste um denen mal die Grenzen aufzuzeigen, wuchs der Wunsch in eine andere, eine bessere Ecke von Düsseldorf umzuziehen immer mehr.

Also machte ich mich an die Wohnungssuche. Eine perfekte Wohnung war schnell gefunden, die Maklerin super nett, die Probleme mit Papierkrams schnell aus der Welt geräumt und kurz vor Vertragsunterzeichnung ließ uns der Besitzer dann mitteilen, dass wir die Wohnung dann doch nicht bekommen weil wir „nicht verheiratet sind“ und ja die Möglichkeit bestünde, dass Männe wieder nach Japan zurückgeht. Aaaaaahja…genau.

Egal, da draußen wartet irgendwo die perfekte Wohnung auf uns – und wir werden sie definitiv vor September finden! Jawoll!

Nebenbei sind grade Klausurwochen in der Uni und mein Kopf funktioniert nach dem Siebprinzip. Wissen rein – wissen raus. Macht sich vor allem bei Kostümhistorischen und Berechnungsklausuren mit jeder menge Formeln ganz toll…..

Also wollten wir uns spontan ein Wochenende gönnen um von dem ganzen Stress mal wegzukommen und einfach mal wieder Zeit für uns zu haben. Die Kiddies haben wir mit der Oma in die Ferien geschickt, also wirklich nur wir zwei.

Der (etwas sehr chaotische) Umzug einer Freundin nach Aachen kam uns daher sehr gelegen. Ein Mietauto war schnell gefunden und die Überraschung beim Abholen des selbigen war groß, da wir ein kleines Autöfftöff für 4-5 Personen erwartet hatten… und uns nun einem ausgewachsenen VW Multivan für 7 Personen gegenüber sahen.

Bis Bf mit dem Ding einigermaßen sicher fahren konnte, hatte ich schon um die 6 Herzattacken.

Für den Umzug war das Ding aber genau richtig. Es passte alles an Möbeln rein plus der beteiligten Menschen, die sonst mit dem Zug hätten kommen müssen.

Auf nach Aachen! Da waren wir vor garnicht mal soooo langer Zeit schon (habe ich darüber hier überhaupt schon gebloggt?!?) und kannten uns dementsprechend ein wenig aus. Der Umzug war schnell erledigt und die Idee wuchs, dass wir doch eigentlich den Segen des Multivans nutzen könnten um darin zu übernachten. Schließlich lässt sich das Ding im hinteren Bereich zu einem schicken Doppelbett umfunktionieren….wenn man weiß wie es geht.

Wir organisierten also noch schnell so Lebenswichtige Sachen wie neue Unterwäsche, Socken, Zahnbürsten/Zahnpasta und co, und ich stellte mich auf einen romantischen Abend in der „Wildniss“ ein. Haha…ha….

Träume zerplatzen ja bekanntlich besonders schnell – und noch schneller, wenn man einen japanischen Mann an seiner Seite hat.

Das romantische Essen beim Italiener war dementsprechend mit schlechter Laune seinerseits belegt, da es für Pasta schon zu spät war und nur noch Pizza, Lasagne und Salat zu bekommen war. Nix mit Spaghetti Carbonara oder Bolognese! Ich bestellte mir also die Lasagne (nach einer 15 minütigen Diskussion wie besch… er doch Lasagne findet und dass japanische Lasagne die einzig Wahre ist etc.) und fragte ihn nach seiner Wunschpizza. Margharita. So ziemlich die einzige Pizzasorte, die ich nicht wirklich gerne esse.

Der Kellner brachte neuen Schwung in unsere Stimmungsschwankungen indem er IHM die Lasagne vor die Nase setzte und ich die Pizza bekam! Anstatt mir dann die Lasagne rüberzureichen, fing der Herr einfach an zu futtern und hörte nicht mehr auf. Als ich ihn schließlich dazu überreden konnte, doch mal seine Pizza zu probieren stellte er fest, dass die Lasagne doch wesentlich besser schmeckt und überließ mir die Pizza. Super. Ich quälte sie mir also rein und versuchte mich daran zu freuen, dass wir unsere „schmeckt nicht total scheiße“ Liste um ein Gericht erweitern konnten, aber beim Bezahlen ging der Zirkus weiter. Ich wollte mich dementsprechend nurnoch irgendwo verkriechen und schlafen.

Das Problem – wo kann man denn schlafen? Einfach so irgendwo parken wäre Wildcamping und daher nicht erlaubt. Wir einigten uns auf einen Autohof, parkten in der dunkelsten Ecke die wir finden konnten und dann fing das Drama erst richtig an…

Um aus den Sitzen des Multivans ein Bett zu basteln, muss man bestimmte Knöpfe und Hebel in einer bestimmten Reihenfolge drücken/ziehen und im richtigen Moment gegen die Sitze pressen. Ich studierte also die Anleitung um jeden Schritt auch wirklich richtig ausführen zu können, aber es wollte alles nicht so, wie ich das wollte. Nachdem mir Männe zum x-ten Mal auf meine Anweisung „jetzt bitte nach vorne drücken“ entgegnete „wohin drücken? Zu mir oder zu dir?“ riss mir der Geduldsfaden und ich wurde pampig, was darin resultierte, dass er sich sein Zahnputzzeugs schnappte und in die Dunkelheit verschwand.

Aus lauter Frust bearbeitete ich die Sitze dann so lange, bis das erwünschte Ergebnis tatsächlich dabei herauskam und richtete schonmal das Bett her.

Nächstes Problem – wir hatten nur eine Isomatte. Ich dachte mir also, dass ich mal ein nettes Frauchen sein sollte und legte die Matte auf seine Seite ( in der Hoffnung und Erwartung, dass er meine Entschuldigung für das Anpampen erkennen- und mich mit auf die Matte bitten würde…). Falsch gedenkt.. Er kam, legte sich auf die Matte, rollte sich in seinen Schlafsack ein und schlief ohne ein weiteres Wort.

Tja… ich saß erstmal noch eine Weile wach und konnte mit dem Kopfschütteln nicht mehr aufhören.

Eigentlich hatte ich beschlossen, ihn am nächsten Morgen einfach zu ignorieren, aber da ich um kurz vor 5 schon mit heftigen allergischen Reaktionen aufwachte, war ich einfach zu fertig um noch weiterzustreiten. Ich schnieffte also so leise wie möglich vor mich hin bis er gegen 9:30 Uhr auch endlich mal das Bedürfniss empfand, die Augen zu öffnen. Schlecht gelaunt.

Ein kurzzeitiges Aufflammen von besserer Laune wog mich leider in falscher Sicherheit… und auf dem Weg in die Eifel fing es dann wieder an zu brodeln.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich es hasse ignoriert zu werden?? Besonders in einem Streit? Und ganz besonders wenn ich versuche den ersten Schritt zu machen um den Streit wieder beizulegen?

Irgendwann habe ich mir den Wagenschlüssel geschnappt und mich auf der Rückbank verkrochen wärend er noch weiter ins (eigentlich schöne) Grün der Eifel starrte. Irgendwann hat wohl auch er den Wink mit dem gottverdammten Zaun verstanden und kam ins Auto. Aber statt mit mir zu reden, ging das Schweigen und ignorieren in eine neue Runde.

….bis ich explodierte.

Oh tat das gut, endlich mal alles rauszulassen und ihm an den Kopf zu werfen was mich nervt! Natürlich hatte er auch einiges, aber das musste ich schlucken und besser er sagt es mir, als dass er es immer mit sich rumträgt und schlechte Laune hat.

Das Ende vom Lied – wir lagen uns heulend in den Armen und ich habe ganz viele „es tut mir Leid“ von ihm bekommen. Anschließend war er der perfekte Gentleman für den Rest der Reise. Kein Gemecker mehr, ganz viel Händchenhalten und gute Laune. War fast schon unheimlich, aber tat auch verdammt gut.

Wunder oh Wunder hat dieser Zustand auch bis jetzt noch angehalten!

Ich glaube mittlerweile, dass er – genau wie ich- regelmäßig einfach mal ein Ventil braucht um Frust und Stress rauszulassen. Streiten ist dafür zwar nicht der beste Weg, aber ziemlich effektiv…

So, ich muss jetzt zurück in meine kleine Glitzerwelt mit pinken Einhörnern und so! Auf dass wir ganz schnell eine tolle Wohnung finden und mit dem Packen anfangen können (möglichst noch bevor es nach Japan zurück geht…)!

Tschakka!


über intelligente Ninjas, ‚die Deutschen‘ und mehr..

 

Gestern war ein Tag, wie er schöner nicht hätte sein können.

Kino. Mit 4 Kindern und einem japanischen Mann. Stimmung: Bombe.

Männe ist während des Films immer wieder eingeschlafen („vestehe ja eh nichts – aber die Sitze sind bequem“), Töchterchen hatte Angst, Sohnemann und der Rest fanden den Film super.

Nach dem Kino kamen wir irgendwie vom Thema Monster auf das Thema Ninjas – ich glaube weil Sohnemann einfach ein wenig zu viel rumgesprungen ist und ‚hayaaaaa‘ während Schlagbewegungen geschriehen hat.
So sah ich mich also in der Verpflichtung ihm näherzubringen, dass Ninja keineswegs irgendwo brüllend durch die Gegend springen und er somit kein Ninja wäre. Aus sicherer Entfernung ließ sich daraufhin das kleine zarte Stimmchen von Töchterchen vernehmen: „Ja, und außerdem sind Ninjas intelligent………….!“

… apply water to burn….

Es war auf jeden Fall schlagartig Ruhe. Jetzt habe ich ein Kind, dass gerade versucht seine Schleich- und Versteckkünste zu perfektionieren..

*Passt ja, da wir im Sommer in einen kleinen Ninja- Freizeitpark fahren werden! Wohooo – unsere Flüge sind nämlich seit ein paar Tagen gebucht~*

Während des gleichen Spaziergangs schüttete BF mir ebenfalls sein Herz aus – er hatte vor kurzem an einer Schulung seinder Firma teilgenommen. Nur für Japaner. Thema: Wie lebe und arbeite ich in Deutschland.

An und für sich ja eine sehr löbliche Herangehensweise, allerdings blieb mir bei Bfs Bericht irgendwann der Atem weg.

Wir Deutschen arbeiten nicht bis spät in die Nacht, weil wir gelernt haben „Nein“ zu sagen.

Aha.

Laut Schulung hat Deutschland nach dem 2. Weltkrieg mühsam das „Nein sagen“ wiedererlernen müssen um sich vor neuen Machtansprüchen schützen zu können und das Volk wieder zu einen.

Aha.

Deshalb können wir jetzt unserem Chef sagen, dass wirdefinitiv NICHT bis 23:00 im Büro sitzen werden und wir DEFINITIV unsere 30 Tage Urlaub am Stück nehmen werden. Und wenn es mal eine Aufgabe aus einem anderen Bereich gibt, die wir machen sollen – vergesst es! Ist nicht unser Bereich, machen wir nicht.

So zumindest die Japanische Sicht.

Klar, irgendwie müssen sie es sich ja schönreden, dass ihre deutschen Kollegen definitiv früher Feierabend machen und „andauernd im Urlaub sind“. Deutsche Arbeitszeitgesetze…pfffft… wer braucht sowas schon! Gibt deshalb für die Japaner auch keine elektronischen Chipkarten für die Arbeitszeiterfassung…….

Tja, Männe wurde aber vom deutschen Teil der Firma angestellt – und hat dementsprechend so ein elektronisches Kärtchen.. bin mal gespannt ob da noch was kommt..

Ansonsten scheint es noch allgemeine Infos zu „den Deutschen“ gegeben zu haben. Natürlich trinken wir z.B. alle am Liebsten Bier. Wer würde denn auch was anderes trinken wollen, nachdem man sich am japanischen Waschwasser den Magen verdorben hat..

Also nichts sonderlich spannendes, was ein normal denkender Mensch nicht auch ohne Schulung bereits begriffen hätte.

Männe hat sich ja relativ schnell in seiner Abteilung als „Gaijin lover“ geoutet und wird seitdem von seinen Kollegen quasi bei jeder Gelegenheit mit Fragen überrannt.Wo findet man eine Gaijin-freundin? Wie aktiv sind wir so *nudge nudge*? Und die wichtigste Frage: Was darf man auf keinen Fall machen, wenn man eine Gaijinfreundin hat?!?! Seine Antwort: Auf keinen Fall, niiiiemals nimmer nie (!!!) darf man einen wichtigen Tag wie Geburtstag oder Weihnachten vergessen! Und man muss immer ein Geschenk haben! Sonst hat man keinen Kopf mehr…(Ich denke, er ließ da seine persöhnliche Erfahrung mit reinspielen die er aufgrund meiner überaus erfreuten Reaktion, als er meinen Gerburtstag vergessen hatte, sammeln konnte..)
Wo er Recht hat…

In other news:

Töchterchen hat ihre erste Taikostunde gut hinter sich gebracht, aber wir überlegen noch ob wir sie wirklich fest in der Gruppe anmelden wollen. Kostes verhältnissmäßig viel Geld.. und sie kann nur jede 2. Stunde hin.
Sohnemann hatte zu viel Schiss weil die Trommeln zu laut waren – dafür ist er dann mit mir über den Japanischen Flohmarkt im Eko Kindergarten gerauscht. Besser gesagt – wir haben uns gequetscht. So. viele. Menschen! Nun hat unsere japanische Kinderbuchsammlung an Umfang gewonnen und das Hiragana lesen lernen kann munter weitergehen!

 


Nobara – or ‚what happens if music goes wrong‘..

Es ist mal wieder so weit – ich habe meine Musiksammlung sortiert und bin dabei auf DINGE gestoßen….

Mein momentaner Liebling:

Nobara (Shiina Ringo) – Sah ein Knab ein Rößlein stehn … mit japanischem Akzent und keybord-Marschmusik wumms dahinter. Die Aufnahme des Liedes hat wahrscheinlich sauviel Spaß gemacht – das hören macht eher weniger Spaß und endet (zumindest bei mir) mit Lachkrämpfen.

Kann hier leider keine MP3s hochladen, ansonsten würd ich euch auch in den Hochgenuss kommen lassen!

Platz 2 belegt – ebenfalls von Shiina Ringo- „tamanegi no happy song

Auszug: „the world is just a great big onion
and pain and fear are the spices
that make you cry, oh baby
and the only way to get rid
of this great big onion
is to plant love seeds“

Yay! Packt eure Blümchen aus! Flowerpower 4evvaaaaa .. oder so

Ansonsten macht die gute Frau aber recht hörbare Sachen in alle möglichen Richtungen angefangen bei Klassik über Pop, Rock bis hin zu Elektro – ist also eigentlich für jeden was dabei.

Ich bin damals über den Film „Sakuran“ auf sie aufmerksam geworden und höre seitdem einige ihrer Sachen ganz gerne.

In den Tiefen meines Computers habe ich auch GOGO7188 wieder ausgegraben! *Staub runterpust* ..habe ich bestimmt schon ein~zwei Jährchen nicht mehr gehört und leider haben sie sich letztes Jahr getrennt.. wollte eigentlich schauen, dass ich auf ihre nächste Tour komme. Den Auftritt in Yokohama vor 2 Jahren hab ich ja leider verpasst ~.~

Japanischer Punkrock gemischt mit Pop und Enka.. was soll man da noch groß zu sagen

So, ich gehe jetzt fleißig Fotos sortieren für euch!

じゃあね~

*Edit: WordPress mag mich grad keine Youtube videos einbinden lassen *seufz* ich schaue mal wie ich das beheben kann und solange müsst ihr euch halt mit den Links zu den Videos vergnügen.. Gomen ne~


Ein Tag im Duisburger Zoo

 

Ist mittlweile schon ein paar Wochen her, dass meine Mutter zu besuch war – aber Fotos veralten ja nicht so schnell (vor allem nicht in digitaler Form)..

Ich war das Letzte Mal vor fast 6 Jahren im Zoo Duisburg glaube ich. „Damals“ war er noch ein bisschen unspannender (?) und die Kinder waren auch noch nicht sooo begeistert von Zoobesuchen.

 

ich will auch…..

Jetzt sieht das anders aus. Da muss auch ein japanisches Morgenmuffelchen mal aus dem Haus – was tut man nicht alles für ein Kinderlachen.Meine Favoriten waren Quallen, die durchhängenden Koalas und das Faultier (habe leider kein Foto von Männe und Faultier zusammen machen können… hätte so gut gepasst! *seufz*)

ich mag auch!!

– die Kinder fanden den Tiger, die Delfine und die Riesenschildkröten (denen sie den Panzer tätscheln durften) am Besten.

rawwwr..

Biiiiiiitte bitte gib mir Futter!! Ich schaue dann auch ganz niedlich in die Kamera..versprochen.. bütte bütte büüüüüütte!!

 

Alles in Allem ein sehr schöner Tag mit vielen interessanten Tieren und strahlenden Kindern.

Übrigens – wie sollte es auch anders sein – ist das Morgenmuffelchen der festen Überzeugung  japanische Zoos wären wesentlich besser …

Tja, in Japan ist halt alles besser und das Gras viel grüner und so.. ihr wisst schon~


für den Guten Zweck

 

Bevor ich die Zeit finde, unseren Besuch bei Giraffenbabys und genialen Faultieren in Buchstabenform zu bringen, mag ich dieses hier voeschieben –

gestern fanden im Eko Haus Düsseldorf (dem japanischen Tempel) Workshops für Kinder zum Thema Koto & Taiko -und ein Kinder Benefizkonzert statt.

 

 

Da ich ja selber mit der Koto rumexperimentiere und die Kinder ja auch langsam mal ein Instrument erlernen sollen, beschloss ich also die Bande dort hinzuscheuchen. Außerdem lockte ein gemeinsames Bento essen im Tempelgarten.

Zu den Workshops haben wir es leider nicht geschafft, aber es war auch so schön die ganzen Kinder zusammen herumrennen und spielen zu sehen. Viele japanische Kinder, jede Menge „Halfs“ und dazwischen einige Blondschöpfe. Selbst Sprachbarrieren gab es kaum.

 

 

Das Benefizkonzert schließlich fand im unteren Veranstaltungssaal des Eko Hauses statt. Etwas komisch, da das Wetter draußen ja mehr als nur schön war – und der Raum kaum Sauerstoff zuließ – aber wegen der Taikotrommeln wohl ganz gut. Es dröhnte doch ziemlich..

 

 

Es traten nacheinander viele Kinder mit ihren Musiklehrern oder auch alleine auf. Koto, Klavier, Violine, Chello, Taiko und Harfe. Die jüngste Teilnehmerin war grade mal 4 Jahre alt (wenn ich es richtig mitbekommen habe) und spielt schon seit ihrem 2. Lebensjahr Violine!! Sowas von knuffig und begabt!!

 

Ich fand die Idee, ein Konzert von Kindern für Kinder zu veranstalten großartig! Die gesammelten Spenden werden den Kindern, die durch das große Tohoku Beben einen oder beide Elternteile verloren haben, zugute kommen.

Ich hoffe, dass ein solches Konzert auch nächstes Jahr wieder stattfindet – und vielleicht sind unsere zwei Zwergnasen dann auch dabei, denn sie haben sich direkt für ein Probetraining in der Taikogruppe angemeldet!

Mal schauen, ob ich sie auch noch ans Klavier bewegen kann….

Ich bin übrigens noch immer krankgeschrieben und versuche somit die Arbeiten aus dem Studium irgendwie von hier zu schaffen. Manchmal garnicht so einfach wenn die bessere Hälfte z.B. Fußball schauen mag und ich grade an der Nähmaschiene rumrattere.. wird Zeit, dass wir endlich in eine größere Wohnung umziehen wo wir mindestens ein Zimmer mehr haben.

P.s.: wenn jemand sich auf den Fotos erkennt und nicht im Internet erscheinen möchte, bitte bei mir melden – ich lösche dann die betreffenden Fotos sofort.


Hier hast du eine Visitenkarte…nicht.

Manchmal könnte ich meine bessere Hälfte einfach nur knutschen!

Meine Ma war am letzten Wochenende zu Besuch und natürlich musste Bf sich dementsprechend präsentieren. Nämlich irgendwie garnicht. Heimweh nach Japan hin oder her, er wurde in den japanischen Tempel von Düsseldorf geschleift (gefiel ihm auch garnichtmal sooo schlecht) und musste einen Tag im Duisburger Zoo ertragen (dazu später mehr). Klar, dass man vor lauter Anstrengung dann nicht mehr ganz so klar im Köpfchen ist und folgende Sätze beim Abendessen von sich gibt. Auf Deutsch.

„Hier, das ist meine neue …wie sagt man… (wir:Visitenkarte) ooooh, ja, genau, Visitenkarte. Und da steht mein Name. Das ist auf Japanisch. Und da steht meine Telefonnummer…………. (langes schweigen)………. aber bitte niiiiiiiiiie anrufen!!!!“

Meine Ma und ich schauen uns an, die Wörter in unseren Köpfen sortierend, und brechen dann in schallendes Gelächter aus, was wiederrum Bf ziemlich verstörend findet und ihn dazu nötigt, eine weitere Erklärung abzugeben.

„Das ist Arbeitshandy. Nur für Arbeit. Da nieeee anrufen!“

Jetzt hat meine Mutter also eine wunderhübsche Visitenkarte mit einem japanischen Namen drauf und Telefonnummern, die sie niiiiiiiiiiemals anrufen darf. Sowas aber auch. Zumindest eignet sie sich zum angeben ala ’schau mal, das ist mein zukünftiger Schwiegersohn und der ist so wichtig, dass man diese Nummer unter keinen Umständen niemals nie anrufen darf!‘

Klingt doch super, oder?


Japantag 2013

 

Da war er wieder.. der Japantag.

Morgens freiwillig früh raus zum Bento machen, Kinder rausputzen und ab in die bis zum brechen überfüllte Stadt.

Aber, wir haben es ja nicht anders gewollt.

Männe wollte mal sehen wie so ein Japantag in Düsseldorf ausschaut… und wäre am Liebsten nach einer halben Stunde schon wieder geflüchtet, hätte er sich nicht mit Freunden verabredet.

Wir saßen also auf der Rheinwiese und versuchten die Kuriositäten um uns herum zu verdauen, die Kids spielten brav auf dem kleinen Spielplatz und alles war Gut.

Das „Programm“, welches ich eigentlich anschauen wollte, haben wir dann doch sein lassen, da es in der Menschenmasse kein durchkommen gab. Lieber gemütlich noch ein paar Nikkuman mampfen.

Tja, und dann kamen die Idioten.

Ich habe nichts gegen Nerds. Nein, teilweise würde ich mich wohl selbst auch dazu zählen. Aber warum zur Hölle muss man sich so daneben benehmen?! Und das auch noch, wenn Kinder direkt daneben sitzen??
Ich finde es nicht besonders Lustig, wenn sich verpickelte Langhaaraffen an- bzw. bespringen, sich gegenseitig in die Weichteile treten (und das auch noch toll finden) oder sich wegen ner Plastikflasche ausm Aldi gegenseitig durch die Gegend rollen/treten/was auch immer die da gemacht haben! Arrrgh! Und das OHNE Alkohol!

Eine andere Unart, die ich echt ätzend fand waren die „Zombie walk“ ähnlichen Dinger. Aus allen Bereichen. Blutende Pikachus, zerfetzte Narutos, zerfleischte Sailormoons..
Nichts gegen Zombie walks – aber doch nicht auf einem FAMILIENFEST!
So, und nun erklären wir den Kleinen mal, was Splatter und Gore bedeutet…und warum der Typ Nadeln im Kopf stecken hatte. Mit Blut. Und Hackebeil mit Eingeweiden.

Einige Cosplays waren gut und man hat die Mühe/Arbeit dahinter sehen können – andere waren mit gutem Willen, aber schlecht gemacht – und wieder andere haben sich garnicht erst bemüht, sondern einfach einen Pikachu-Kigurumi (Ganzkörperschlafanzug) gekauft und sind damit rumgewackelt. Japp.. da waren ein paar hundert Pikachus unterwegs. Zur Freude der Kinder.

Tja, leider ließ die Kinderfreundlichkeit in der Menschenmasse auch einiges zu Wünschen übrig. Wir wollten an zwei Ständen mal ein Bisschen schauen, aber nachdem die Kids per Ellbogen von anderen Erwachsenen durch die Gegend (und vom Stand weg) geschubst wurden, hat es uns irgendwann gereicht.
Leute, es gibt da genug für ALLE! Man muss da keine Kinder verletzen nur weil man Angst hat nichts mehr abzubekommen!

Nach diesen super Erfahrungen also quetschten wir uns weiter durch die Massen in Richtung Wasserjojos.
Ein Arbeitskollege von Männe hat da ausgeholfen und gefragt, ob wir nicht vorbeikommen wollten um ein paar Yoyos für die Kinder zu holen.

Die Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen – Co-worker kennenlernen! Yay!
War auch ein ganz Netter und sogar gaaaaaanz freiwillig in Deutschland *räusper*

Die Kinder haben 4 Yoyos bekommen (hey, 2 Hände, 2 Yoyos!), Männe war enttäuscht darüber, dass es keine Goldfischbeckendinger wie bei japanischen Matsuris gab, und wir zogen weiter in Richtung Hauptbühne.

Dort gab es aber auch nichts wirklich spannendes. Überteuerte Takoyaki wollten wir auch nicht. Aber einkaufen für Sonntag und fürs Montagsbento mussten wir noch… schlechte Idee… aber das wusste ich auch schon vorher…

Auf der Immermannstraße war es überraschend leer. Außer natürlich vor und in den Supermärkten/Buchläden/Restaurants/was auch immer.

Der Dae Yang hatte sogar seine Nebentür geöffnet und eine 3. Kasse draußen platziert. Leider haben die Leute, die drinnen etwas kaufen wollten, das nicht so wirklich verstanden und lieber 2h drinnen angestanden statt draußen innerhalb von 10 Minuten bedient zu werden. Gut für mich. So konnte ich wenigstens das gekaufte Fleisch und die Edamame im noch gefrorenen Zustand nach draußen retten.

Zwei Sachen, die mir noch extrem aufgestoßen sind..

zum Ersten – die ganzen Anime Stände. Ich glaube, es gab noch nie so viele Stände mit Anime-goods auf dem Japantag! Nie! Und alle hatten wohl mehr oder minder das Gleiche (von weitem gesehen..weiß nicht wie es drinnen aussah). Im Gegenzug dazu, haben die traditionellen Stände noch mehr abgebaut als schon im letzten Jahr. Wirklich Schade. Es soll ja schließlich keine kostenlose Cosplayconvention sein, sondern ein Kulturaustausch!

Nicht falsch verstehen – Anime und Co gehren natürlich zur Kultur – aber was ist mit den vielen anderen tollen Sachen, die es über Japan zu erfahren/entdecken/kaufen gibt? Warum gab es keinen Stand für z.B. traditionelle Bentoboxen&Stäbchen etc. Oder Kanzashi. Oder Zori. Oder Lucky Charms. Oder oder oder… Mir würde da auf Anhieb so viel einfallen…
Ich glaube, das nächste Mal stelle ich mich da auch mit einem Stand hin. Besser und interessanter als die Animegoodie Dinger bekomme ich das bestimmt hin. Gnarf!

Das Zweite – Müll. Überall. Nur nicht in den Mülleimern. Leute, was ist so schwer daran, seine sch*** Tüten zu nehme und sie entweder A: in die eigene Tasche oder Tasche des Freundes zu packen, oder B: sie in einen der Zahlreichen Mülleimer zu stopfen! Auf der Rheinpromenade gab es in diesem Jahr MASSIG Mülleimer! Und selbst auf der Immermannstraße wurden von den Läden große Blaue Säcke zur Verfügung gestellt.
Außerdem – muss es sein, dass man seine Glasflaschen (anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen) auf einer Grünfläche zerdeppert? Wohlwissend, dass sich daneben eine Spielmöglichkeit für kleine Kinder befindet, die auch schonmal hinfallen und dann in den Scherben landen?

Bei sowas wird mir echt schlecht. Ich wurde dazu erzogen meinen Müll aufzuheben, sollte er mir runterfallen, und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Männe hat nun Japantag abgehakt. 1x und nie wieder. Außer es würde sich am Verhältnis Kultur&Anime etwas ändern. Und die Menschheit lernen, dass man Müll nicht auf die Straße wirft.

Uuuuuh, fast vergessen – auf dem Weg zu einer Starbuckspause sind wir in der U-bahn einem weiteren Kollegen von Männe über den Weg gelaufen.
Wir händchenhaltend. Männe knallroter Kopf. Hatsukashiiiiiiiii~

 

Auf eine Neue Woche voller Verrücktheiten!

 

 


Business und Handarbeitspläne

 

So, da sind meine 3 Tage ohne Mann auch schon fast wieder um – er war bzw. ist im Moment noch auf Geschäftsreise irgendwo in Österreichs Pampa. Essenstechnisch hat er es wohl überlebt – mit Spaghetti Carbonara und Chinesischem Essen. In ein paar Stunden kommt er wieder am Flughafen an.

Für mich war es komisch nach so langer Zeit auf engstem Raum auf einmal das Bett für mich ganz alleine zu haben – dementsprechend unruhig (und unglücklich) fielen auch die Nächte aus.
Ich muss mich wohl aber daran gewöhnen, denn bei im Schnitt 10 Tagen Geschäftsreise im Monat werde ich öfter alleine weilen.

Fürs nächste Mal nehme ich mir dann allerdings keinen Horrorfilm-marathon vor… jedenfalls nicht, solange ich alleine mit den Kids bin! Die machen seeeehr gruselige Geräusche im Schlaf… von meinem Nachbarn brauche ich wohl garnicht erst anfangen…

 

So, nun zu etwas anderem – Bastelarbeiten!

Nähen hängt mir momentan zum Hals raus! Ich weiß, keine ideale Vorraussetzung für eine Designerin – aber wenn man die ganzen Kniffe und Tricks erst mühsam lernen muss, ist es sehr anstrengend.

Also suchte ich nach kreativer Abwechselung und fand sie – Kanzashi.

Kleine Stoffstücke zu Blüten gefaltet und als Haarschmuck zusammengesteckt.

Mal schauen, ob ich mit meinen Wurstfingerchen damit  zurecht komme. Präzisionsarbeit ist eigentlich nicht so mein Ding. Aber wenn ein alter japanischer Opi das kann, kann ich das (hoffentlich) auch.

Hoffentlich kann ich euch demnächst ein Paar Ergebnisse hier präsentieren – oder von meinem Scheitern berichten…

Jetzt muss ich aber wieder in die Küche und Tofu bzw. frische Sojamilch machen!  Ein Hoch auf langsam einsetzende Laktoseintolleranz! Yay!

Auf ein wunderbar entspanntes Pfingstwochenende~


von meinem Salaryman und dem großen Glück

Ihr habt ja sowas von Recht, dass ich mehr über seine guten Seiten schreiben sollte – aber meißtens schließe ich in den Momenten einfach die Augen und genieße es.

Leid teilt man öfter als Freude, weil Menschen egoistisch sind und einfach die ganzen schönen Dinge für sich behalten wollen.

Punkt.

Also versuche ich mal, das in Worte zu fassen und zu teilen, weshalb ich glücklich und zufrieden bin und über kleine, mittlere und größere Salaryman-spinnereien hinwegschauen kann..

 

Er ist wahnsinnig gebildet und unsere Interessengebiete überschneiden sich stark. Somit haben wir immer etwas, worüber wir uns austauschen können. Sei es Politik, Physik, Astronomie, Religion, Musik, Literatur oder was auch immer, es passt einfach.

Er hält mich fest, wenn ich es am meißten brauche.
..und ja, in den letzten 2 Jahren ist in meinem Leben so viel Mist passiert, dass ich das häufig gebraucht habe. Bevor er zu uns gezogen ist, hat er mich durch emails oder über Skype  „in den Arm genommen“ und aufgemuntert. Jetzt kann er es persönlich tun. Das tut er. Und er macht das gut.

Er tritt mich auch mal, wenn ich mich mit meinen wirren Ideen mal wieder irgendwo in den Wolken befinde und hält mich auf dem Boden. Oder wenn ich mal wieder nichts gebacken bekomme gibt er mir den Anstubs um mich zu sortieren und neu anzufangen.

Er öffnet mir neue Perspektiven, die ich vorher übersehen habe oder einfach ignoriert habe.

Er gibt mir Freiheit. Wenn er merkt, dass ich ein bisschen mehr Luft zum Atmen brauche, lässt er mir Zeit und drängt mich nicht. Er nimmt die Kinder und lässt mir auch mal die Möglichkeit alleine zu sein.
Wenn ich wieder so weit bin, ist er für mich da.

Er gibt mir Kraft, durch meine Probleme durchzukommen, durchzuhalten und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Er gibt mir das Gefühl, wichtig und besonders zu sein.

Er liebt die Kinder und mich auf eine unglaublich sensible und intensive Art und kümmert sich um sie als wären sie seine Kinder.

Er ist immer in Berührung mit mir. Selbst im Schlaf hält er mich fest und deckt mich wieder zu, wenn ich schlecht schlafe.

Er strengt sich an, die „no touch in public“ Regel abzuschwächen und mir auch nah zu sein, wenn andere Leute um uns herum wuseln – was ihm sehr schwer fällt.

Er bringt mich zum Lachen, zum nachdenken und zum weinen.

Sind wir nicht zusammen, vermissen wir uns.

Wenn wir uns streiten, können wir uns auch wieder versönen und aussprechen.
Er teilt die Welt mit mir- und wenn er könnte, würde er sie mir zu Füßen legen.

Wenn er meine Hand hält, ist die Welt wieder in Ordnung.

Es ist nicht mehr das anfängliche rosarote verliebt sein.
Er kennt alle meine Macken, meine Eigenschaften, meine Unarten – und er akzeptiert sie.

Wir helfen uns gegenseitig, uns immer weiter zu entwickeln, ohne dem anderen großartig auf die Füße zu treten. Ich wette, er könnte genauso wie ich einen ganzen Blog mit Dingen über mich füllen, die ihn aufregen oder wo wir beide aneinander geraten.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich glücklich bin. Trotz der kleinen Dinge. Aber selbst über die bin ich glücklich, denn sie lassen das Leben nicht langweilig werden – und worüber sollte ich denn sonst bloggen, hmm?