Hier hast du eine Visitenkarte…nicht.

Manchmal könnte ich meine bessere Hälfte einfach nur knutschen!

Meine Ma war am letzten Wochenende zu Besuch und natürlich musste Bf sich dementsprechend präsentieren. Nämlich irgendwie garnicht. Heimweh nach Japan hin oder her, er wurde in den japanischen Tempel von Düsseldorf geschleift (gefiel ihm auch garnichtmal sooo schlecht) und musste einen Tag im Duisburger Zoo ertragen (dazu später mehr). Klar, dass man vor lauter Anstrengung dann nicht mehr ganz so klar im Köpfchen ist und folgende Sätze beim Abendessen von sich gibt. Auf Deutsch.

„Hier, das ist meine neue …wie sagt man… (wir:Visitenkarte) ooooh, ja, genau, Visitenkarte. Und da steht mein Name. Das ist auf Japanisch. Und da steht meine Telefonnummer…………. (langes schweigen)………. aber bitte niiiiiiiiiie anrufen!!!!“

Meine Ma und ich schauen uns an, die Wörter in unseren Köpfen sortierend, und brechen dann in schallendes Gelächter aus, was wiederrum Bf ziemlich verstörend findet und ihn dazu nötigt, eine weitere Erklärung abzugeben.

„Das ist Arbeitshandy. Nur für Arbeit. Da nieeee anrufen!“

Jetzt hat meine Mutter also eine wunderhübsche Visitenkarte mit einem japanischen Namen drauf und Telefonnummern, die sie niiiiiiiiiiemals anrufen darf. Sowas aber auch. Zumindest eignet sie sich zum angeben ala ’schau mal, das ist mein zukünftiger Schwiegersohn und der ist so wichtig, dass man diese Nummer unter keinen Umständen niemals nie anrufen darf!‘

Klingt doch super, oder?

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6 Antworten

  1. Haha, ich hab auch eine japanische Visitenkarte mit dem Hinweis erhalten, dass es „unnötig“ ist, dort anzurufen, weil es eh nur ein Arbeitshandy ist. War etwas befremdlich XD

    Juni 7, 2013 um 12:44 pm

  2. Miya

    Wieso übergibt man sie dann eigentlich, wenn sie in diesem Fall gar keinen Nutzen hat? Also in der Arbeit verstehe ich es ja, aber so? XD

    Juni 7, 2013 um 12:59 pm

    • Die Antwort ist einfach: Weil!

      Es wäre unhöflich, keine Karte auszutauschen und somit wählt man den vermeindlich besten Weg- Karte geben und darum bitten, nicht unter der Nummer anzurufen^^

      Juni 7, 2013 um 1:08 pm

      • Thuruk

        Tja oder man druckt 2 Sätze Karten, einen mit privater Nummer.

        Juni 7, 2013 um 5:15 pm

  3. Finde ich jetzt nicht soooo ungewöhlich. Ich hab in den ersten Wochen in der neuen Firma auch immer fleißig auf jeder Party und jedem Besäufnis meine Meshi (Visitenkarte) verteilt, bis ich gepeilt habe, das meine Firma einen Shareserver hat und ALLE meine Emails lesen können. Unter anderem auch solche Perlen wie: „War ne tolle Nacht gestern!“, oder „Ich hab meine Tage nicht bekommen….“. Seitdem habe ich 2 Sets Karten und gut is…….

    Juni 10, 2013 um 3:01 am

  4. Na, dann lass ihm doch seinen Spass!
    Weisst doch: andere Laender – andere (Un-)Sitten.
    Und wenn Mutter dann wirklich beeindruckt ist …..
    So kann sie zumindest der Verwandt- und Bekanntschaft zeigen, mit wem Toechterchen die gemeinsame Zukunft plant! 🙂

    Juni 10, 2013 um 3:14 am

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