Traumhafte Alpträume

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Letzte Nacht war irgendwie nicht so meins. So generell schon nicht und der merkwürdige Alptraum den ich hatte beschäftigt mich noch immer – deshalb mag ich ihn euch nicht vorenthalten.

Stellt euch eine große Gartenparzelle vor mit grünem Rasen. In der Mitte ein riesiger Baum, dahinter ein freistehendes Häuschen, rund um den Garten ein Zaun aus grünem Maschendraht und die Pfeiler zum Befestigen von jenem sind ein bisschen höher als gewöhnlich. fast schon Fahnenmast mäßig.
An die rechten Seite des Gartens grenzt direkt der Nachbargarten an, durch den grünen Maschendraht abgegrenzt.

Soweit zur Umgebungsbeschreibung..

Ich bin also mit meinem Töchterchen in jenem Garten und wir spielen irgendwas wo ich auf den Baum klettern muss. Irgendwie ist es für uns beide ganz selbstverständlich, dass im Nachbargarten ein riesiger Tieger rumrennt und immer am Zaun hin und her schleicht.

Wir spielen also eine ganze Weile, mein Töchterchen rennt in Richtung Nachbarzaun und mir schießt es durch den Kopf – irgendwas stimmt nicht.
Ein paar Meterchen bevor sie den Zaun erreicht rufe ich ihr zu, dass sie sofort ins Haus rennen und sich einschließen soll, dann sehe ich, dass der Tieger stehengeblieben ist und man nicht wie gewohnt das grüne Muster des Zauns auf seinem Fell sehen kann- das Vieh ist auf unserer Seite?!
Bevor ich irgendetwas anderes denken kann, springt der Tieger auch schon drauf los – meine Tochter biegt im letzten Moment durch die Gartentür ab und rennt in Richtung Haus, ich sitze noch immer im Baum.
Der Tiger scheint sich nur für mich zu interessieren und ich überlege einen kurzen Augenblick ob Tiger klettern können, beschließe dann das ich es nicht drauf anlegen mag und mache einen original chinesischen-Fantasymovie-sprung auf einen der Pfeiler. Landen tue ich natürlich perfekt im Kranich-stil.
Dann fällt mir allerdings ein, dass ich im Balancieren nicht besonders gut bin und wie gefährlich schmerzhaft es werden könnte wenn ein Standbeinwechsel missglückt. Der Beschluss steht also- ich muss auch zurück ins Haus. Mit einem eleganten Sprung setze ich auf den Gartenweg auf und renne was das Zeug hält.
Der Tiger schießt zum Gartentor raus und holt mich immer mehr ein, ich stolper und im Fallen werde ich mit dem Gedanken wach, dass jetzt alles aus ist.

Wach werden ist…untertrieben. Kennt ihr das Gefühl im Schlaf zu fallen? Dieses komische rucken und das Schwindelgefühl dabei?
Genau so hat sich das angefühlt, nur mit noch mehr Herzrasen gepaart.

Und dann.. ja.. dann lag ich hellwach im Bett und habe versucht den Traum zu analysieren und zu verändern.
Wäre es vielleicht gut gegangen wenn ich auf dem Baum geblieben wäre? Können Tiger klettern oder nicht? Gibt es eine Möglichkeit auf so einem Fahnenmast die Position zu verändern ohne sich gleich das Genick zu brechen? Kann man sich wohlmöglich sogar darauf hinsetzen? War der Mast eigentlich hoch genug – oder wie hoch können die Viecher springen? Hätte mich eine andere Laufroute gerettet?

Letztendlich habe ich zwei Wege gefunden zum Haus zu kommen, nun stellte sich aber die Frage wo man sich denn da dann verschanzt?
Auf dem Dachboden mit der Gefahr, dass der Tiger mit seinen Krallen die Sperrholztür auseinander nimmt, oder im Keller in dem man aber ebenfalls in der Falle sitzt sollte das Vieh irgendwie die Tür aufbekommen.

An irgendeiner Stelle gab ich mehr oder minder auf und versuchte mich daran zu erinnern was denn Auslöser für den Traum gewesen sein könnte.

Das erste was mir durch den Kopf schoss war die arme Tierpflegerin die letzte Woche im Kölner Zoo von einem Tiger getötet wurde. Keine schöne Sache und es traf mich besonders weil ich an dem Tag mit den Kindern überlegt hatte mal wieder in einen Zoo zu gehen.

Das nächste was mir einfiel war meine Afrikareise. Die hatte zwar nichts mit Tigern zu tun, aber dafür gab es da Löwen und Geparden und lauter so nen Raubkatzenzeugs, wobei ich mich heute ernsthaft frage vor wem ich mehr Angst hatte – vor den Raubkatzen die um den Wackeljeap herumschlichen, oder dem finster dreinschauen Kerl mit dem MG neben mir…

Da fällt mir wieder ein, eigentlich hatte ich vor den Elefanten mit ihren meterlangen Stoßzähnen und besonders vor Flusspferden viel mehr Angst als vor den Mizekatzen.
Der Besitzer des Inns in dem ich übernachtete hatte über seinem Kamin ein riesiges Bild eines Flusspferds hängen, das einen Jeap verfolgte. Dazu erzählte er, dass die meißten Touris die Gefahr dieser als friedlich geltenden Tiere weit unterschätzen und es eigentlich die Killer 1# sind. Yay.

Das bringt alte Erinnerungen wieder hoch…

So.. ich fange jetzt an zu googlen ob Tiger wirklich klettern können!
Wünsche euch einen schönen Montag ~

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