Auf ein Neues! Reiskocher, Kleinkinder und Giraffenzungen

Mein Gesicht sieht schon fast wieder Menschlich aus und Bettruhe ist auch „Schnee von gestern“ wobei man bei den Temperaturen hier momentan eher dahinschmilzt. 37 grad sollen es morgen werden. Yay.

Ich verkrieche mich heute lieber im kühlen Haus und nutze meinen Vormittag zum – ja, was mache ich hier eigentlich?!  Nacharbeiten der letzten Monate in denen ich hier so gut wie nichts geschrieben habe… denke ich..
Und weils so schön spannend ist wenn alles komplett chaotisch und überhaupt nicht der Reihenfolge entsprechend veröffentlicht wird, fange ich natürlich direkt mit dem neuesten Stand der Dinge an!

Das Chaos um das Wie, Wann und ob Überhaupt mein Männe herkommt hat sich nämlich aufgelöst. Sein Flug ist gebucht und nächsten Monat hat die Fernbeziehung ihr vorläufiges Ende.
Bei all der Freude über diesen Schritt bringt es natürlich auch jede Menge Probleme die erstmal gelöst werden wollen.
Allein der ganze Papierkram für den Zoll kostet schon einiges an Nerven! Und ja, die wundervollen Formulare die er pro Umzugskiste ausfüllen darf gibt es natürlich nur in – Tadaaaaaaaaaaa – Deutsch!

Nix englisch oder so. Nein. Deutsch. Und direkt 4 Seiten lang. Total super. Ich habe mein Bestes getan die Blätter in ein verständliches Japanisch zu übersetzen aber trotzdem ist das noch immer nicht das Wahre.
Sprich – er packt die Kisten und ich schreibe die Formulare per Skype Zusammenarbeit. 2 Stunden später packt er die Kisten wieder um (weil wegen und so..)  – und ich darf den Mist nochmal schreiben.
Hrmpf.

Beliebtes Thema #2 ist und bleibt Essen.
3 Tage lang haben wir über Reiskocher diskutiert! 3 TAGE! Wobei ich eigentlich nur den Part inne hatte zu sagen „mach doch was du willst!“.
Reiskocher aussuchen ist fast so schlimm wie damals das Kamera kaufen bei Yodobashi. Stundenlang drum rum eiern um dann doch nen Rückzieher zu machen um dann ein paar Stunden später zurückzurennen und es dann doch zu kaufen.

Dann hatte er einen Reiskocher bestellt. Einen schicken silbernen. Bis ihm einfiel, dass in Deutschland ja andere Stromspanne herrscht, die Herstellerfirma kontaktiert hat – die ihm natürlich gesagt haben „nicht im Ausland benutzen“ – und die Bestellung wieder storniert hat.

In Deutschland könnte man ja auch Reiskocher kaufen. Haha. Ha.

Nachdem ich ihm die Links zu den hier in Deutschland gebräuchlichen Reiskochern geschickt habe, sah er dann auch ein, warum die meißten Japaner die in Düsseldorf wohnhaft sind, entweder ihren Reiskocher aus der Heimat mitbringen, oder für über 300€ einen im japanischen Buchladen (ja, da gibt es auch Reiskocher!) kaufen.

Nach einem weiteren Tag generve und einer weiteren Liste japanischer Reiskocher habe ich mich dann quergestellt und darauf beharrt, dass er das PINKE Modell kauft das den Reis 48 Stunden frisch hält und mit mir spricht. Naja, eigentlich ist es wohl eher bordeaux rot, aber egal. Passt zur Küche. Jetzt ist der „was auch immer es für ne Farbe ist“ hochmoderner Vakuum-Reiskocher auf dem Weg nach Deutschland und der Stresspunkt ist abgehakt. Naja, fast zumindest… denn Reis muss ja auch gekauft werden und irgendwie mag er nicht so ganz verstehen, dass die japanischen Supermärkte hier auch richtig echten japanischen Reis verkaufen. Wirklich. Ganz echt.

Glaube da werden wir noch einiges an Spaß haben…

(Foto vom Reiskocher editier ich irgenwann mal rein wenn das Ding ankommt und mir hoffentlich nicht direkt um die Ohren fliegt)

 

Im Zuge der ganzen Reis – Essen – Sonstwas Diskussion habe ich angefangen, mich näher mit Washoku, also traditionell japanischem Essen, auseinander zu setzen. Mehr dazu wahrscheinlich bald in anderen Posts – will euch ja nicht vorenthalten wie das so ist, wenn man bis zum Ellenbogen in Sojamilch hängt und so.

Das ist übrigens unser neues Familienmitglied.


Nein, nicht meins. Meine zwei Zwergnasen sind (vorerst) genug! Auch, wenn sie jetzt nach dieser Woche beide der festen Überzeugung sind, dass sie ganz ganz dringend und ganz schnell ein Geschwisterchen bräuchten. Am besten so Instant – plop und da. Aber gut, dass die Kleine nur das Großcousinchen ist, dann kann man sie nämlich einfach abgeben wenn sie anfängt zu quengeln.

So, und was macht man wenn eigentlich Bettruhe empfohlen wurde und man aber nach einer Woche keinen Bock mehr auf liegen und rumvegetieren hat? Richtig – man packt die ganze Familie ein und fährt in einen Freizeitpark!
Mit 5 Erwachsenen und 5 Kindern (!) bewegten wir uns also zum Serengetipark Hodenhagen. Lacht nicht, der Ort heißt wirklich so! *kicher*

Mit dem Auto mitten durch die wilden Tiere (inklusive dem Giraffenerlebnis der 3. Art.. die Viecher haben nämlich verdammt lange Zungen und so ein Fensterchen auf dem Autodach (das leicht geöffnet war) lud dann irgendwie zum Zunge durchstecken ein… Meine Tante hatte plötzlich eine neue Frisur, die Kamera eine „Flüssigbeschichtung“ und die Kinder haben gegrölt vor Freude. Hinterher noch Karussell und Achterbahnen bis einem schlecht wird! Wird definitiv wieder gemacht! Irgendwann.

Heute genemige ich mir einen eher ruhigen und mal schauen, vielleicht nerve ich ja später nochmal mit irgendwelchem sinnlosen Zeugs das nie jemand wissen wollte. Ich schreibe es trotzdem – weil ich es kann!

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3 Antworten

  1. Heydal

    Liebe Rose, es freut mich sehr zu hören, das Du dich einerseits noch immer etwas schonst, und andererseits schon wieder so bei Kräften bist um eine kleine Safari-Tour zu unternehmen. Weiter so.

    In der Zwischenzeit freue ich mich schon bereits auf deine zukünftgigen Beiträge, über die alltäglichen Vorkommnisse der interkulturellen Art. wenn ein Japaner seinen Alltag plötzlich in Deutschland wiederfindet. Stelle ich mir sehr spannend vor.

    Noch mehr aber wünsche ich Dir und deinem Spusi einen guten Start in euer nun auch örtlich/zeitlich gemeinsames Leben. Und wenn Du mal Dampf ablassen musst, deine Blog.Gemeinde ist immer für Dich da.

    August 18, 2012 um 4:22 pm

  2. Hans Zillermann

    Das Reiskocherproblem hatte ich auch schon, habe mir dann für 90 Euro ein Standardmodell von Panasonic in Hong Kong mitgenommen. Allerdings ohne irgendwelche Extras, das Thema Reis ist für die Japaner ja unzweifelhaft esoterisch behaftet 😉

    August 18, 2012 um 7:50 pm

  3. nagarazoku

    Ach ja, die Japaner und ihre Reiskocher, das ewige Thema 😄 Da ich meinem Freund jedoch im Supermarkt vor der „Brot“abteilung ständig viele, viele Vorträge über richtiges Brot halte und über jedem japanischen Brot die Nase rümpfe, darf ich mich über japanischen Spleen bei Reis und Reiskochern eigentlich nicht beschweren 😄

    August 19, 2012 um 4:58 pm

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