(schonwieder) Der japanische Mann – oder wie man Urlaubsplanungen zur Hölle machen kann..

Gott, wie ich diese Tage hasse..

Nichts klappt, nur Stress und dann auch noch ein Mann der rumzickt.

Es ist mittlerweile fast schon beschlossene Sache, ich werde in diesem Jahr wohl keinen Fuß auf Japanischen Boden setzen. Die Entscheidung war nicht ganz einfach da es vor allem auch bedeutet, dass ich meinen Freund nicht all zu oft sehen kann (danke an das japanische Urlaubssystem..).

Wir gingen also alle Möglichkeiten durch und blieben beim Sommer hängen – Obon Ferien. Fast 10 Tage. Genug um eine kleinere Reise irgendwo in die Umgebung zu planen.

Nur hat der Zeitpunkt einen Haken – Obon ist das Totenfest. Familienmitglieder treffen sich, pflegen die Gräber, folgen alten Traditionen. In den letzten Jahren war dieses Fest für die Familie nicht so bedeutend, aber das hat sich im Winter nun ja geändert. Daher habe ich ihn gebeten, bei seiner Familie zu bleiben und wir könnten stattdessen Pläne fürs nächste Jahr angehen. Ja, nein, vielleicht, oder doch, oder nicht.. langes hin und her. Gestern Abend telefonierten wir also und aus dem Nichts kam dann die Aussage, dass er im Sommer seine Mutter und seine Schwester mitbringen wolle – Obon könne man ja auch nachholen.

Ok, dachte ich mir. Ist ja kein Problem – wir kommen gut miteinander aus und mit mehr Leuten haben wir zwar keine Zeit für Zweisamkeit (mit Kindern hätten wir die nämlich durchaus gehabt – denn Kinder schlafen ja etwas früher..) aber dafür macht es auch (in anderen Bereichen) mehr Spaß.

Mit anderen Worten, ich stimmte also einem gemeinsamen Familienurlaub zu. Nächster Punkt – das Reiseziel.

Als Kind war ich mit meiner Mutter und meiner Oma oft in Südtirol, da meine Uroma dort eine Wohnung besaß. Fast jeden Sommer verbrachte ich dort. Als meine Uroma jedoch verstarb, gab meine Oma schweren Herzens die Wohnung auf. Seit dem war ich nicht mehr dort. Ich würde gerne Bf ein Stück dieser Kindheitserinnerungen zeigen, meine Lieblingsorte, Wanderwege, die beste Gelateria der Welt..  Er spricht auch schon seit längerem davon, dass er das alles sehen möchte und sich auf Urlaub in der Natur freut.

Dementsprechend hatten wir vorher schon überlegt ob wir nicht irgendeinen Sommer nutzen wollten um dort hin zu fahren. Nun rechnen wir 1+1 im Männergehirn zusammen und es kommt dabei heraus – „diesen Sommer“.

An und für sich habe ich da auch nichts gegen, aber plötzlich fing Bf an, nach nahegelegenen Städten und Touristischen Sehenswürdigkeiten zu fragen um einen „japanischen Reiseplan“ (7 Städte in 3 Tagen…) zu erstellen.

Es tut mir unendlich leid, aber erstens habe ich auf solche Arten von „Urlaub“ keine Lust da ich schon genügend anderen Stress um die Ohren habe – und zweitens gibt es in der Nähe des Zielortes keine großen Shopping-Touristen center und bla welches er sich wohl wünschen würde! (O-ton: ich dachte wir bleiben nur so 2 Tage in der Natur und fahren dann weiter um Städte anzuschauen..)

Sein Argument: „Ich bezahle doch nicht gut 6000€ für die Flüge um dann „nichts“ zu machen!“

Kann ich nachvollziehen, aber dann frage ich mich auch wieder warum muss er seine Familie mitnehmen, wenn die doch viel lieber Touristisches Hochleistungsprogramm haben würden? Warum fahren wir nicht einfach wo anders hin, wenn ihm Natur grad nicht so zusagt und er „was sehen will“? Was ist eigentlich die Motivation für ihn hier herzukommen? Ich, oder doch eher die Tatsache nach Europa zu reisen? Ich meine, wo liegen die Prioritäten?

Nachdem ich recht genervt das Telefonat beendet hatte, habe ich ihm nochmal schriftlich erklärt was ich meinte, denn manchmal geht bei einem Gespräch einfach viel verloren.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich es hasse mit schlechter Laune ins Bett zu gehen? Die Nacht war daher nicht sonderlich nett für mich und auch der heutige Morgen bzw. Tag war auch einfach nur zum schreien und Haare raufen – dazu kommt noch, dass er sich nicht mehr gemeldet hat. Keine Nachricht. Kein Anruf. Keine email. Nichts. Es sind nun fast 24h um seit dem Gespräch.. so lange hatten wir bisher kaum Funkstille.

Ich mache mir Sorgen, aber auf der anderen Seite werde ich von Minute zu Minute auch schlechter gelaunt und denke es ist an ihm sich zu melden.

Warum müssen Männer so kompliziert sein?!

Wie einigt ihr euch bei Reiseplanungen – und was zieht ihr vor? Touristisches Hochleistungsprogramm, oder doch eher Natur und Ruhe?

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17 Antworten

  1. Frage 1: Warum ……
    Antwort: Testosteron
    Frage 2: Wie……
    Antwort: Demokratisch, d. h. wir überlegen uns wer, wo hin möchte – und wer, wo hin nicht möchte. Dann besprechen wir was wir machen möchten (Ruhe?, Erholung?, Städtereisen?, Land + Leute sehen und erleben?, ursprüngliches des Landes kennen lernen?, Party?). Zum Glück fällt bei uns beiden im Urlaub, letzteres weg!

    Aus den ganzen Dingen und es sind meißtens noch mehr, finden wir die Dinge, auf welche wir uns beide freuen, und planen darum herum unsere Reise. Jedoch muss auch der eine oder die andere (meistens sind es aber der eine und die andere) mal etwas loslassen. Denn eigentlich wollen WIR, gemeinsam UNSEREN Urlaub MITEINANDER verbringen.

    P.S. Sich länger nicht zu melden, länger nachtragend zu sein, oder massiver auf seinem Standpunkt zu beharren (als Frauen) ist auch das Testosteron! (laut einer wissenschaftlichen Studio)

    Er kann also nichts dafür! (Hüstel)

    Liebe Grüße Samoht

    Februar 7, 2012 um 6:55 pm

    • Testosteron ist also die Allround-Entschuldigung für Männer? Haha, wir Frauen haben dafür ja durchgängig PMS – also ok. 1:1.
      Party ist für uns auch nichts und normalerweise sind wir beide mit ein bisschen Natur um die Nase auch ganz glücklich, nur scheint es irgendwie einen Schalter zu geben der bei ihm klickt wenn es ins Ausland geht. Da MUSS man(n) dann ganz viel sehen und Stress haben.
      Gab es nicht mal das schöne Sprichwort „Japaner reisen nicht, sie fotografieren – wo sie waren schauen sie sich hinterher auf den Fotos an“..
      Somit finde ich es schade, eine gemütliche Reise als Zeitverschwendung anzusehen. Ich komme schließlich auch nicht nach Japan um dort Powertourismus zu betreiben. Vielleicht hat es auch einfach damit zu tun, dass er seiner Familie etwas bieten möchte.. ich weiß es nicht.
      (Ok, jetzt muss ich zugeben, wenn ich ein Einmal-Japan-Tourist wäre, würde ich wohl auch das Powerprogramm ablolvieren.. aber ich denke mir immer, man kann ja nochmal wiederkommen und den Rest sehen. Daher ist es für mich auch kein Problem wenn mal ein Tag verregnet ist – es kommt bestimmt irgendwann ein Sonnentag, auch wenn es ein paar Jahre bis dahin dauern sollte)

      Februar 7, 2012 um 7:09 pm

  2. Ja, ich glaube dass dieses Sprichwort auch seine Berechtigung hat. Bei unseren Fotos versuchen wir so wenig Leute wie möglich auf den Bildern zu haben. Bei den Japanern sieht man diese und jene Person vor dieser Kulisse, Schloss, Wahrzeichen, …..! Seht, dort war ich und dort (ohne sie auf dem Bild, würde man es ihnen vielleicht nicht glauben)!
    Wie Du es schon gesagt hast: 7 Städte in 3 Tagen!
    DANN denkt man, dort könnte man auch alles fotografieren?- Nichts da – No Foto, No Foto!
    Dachte, dein Männel wäre nicht so bei den einschlägigen Statistiken dabei, was den typischen Japaner betrifft?
    Aber, wenn es dann um die Familie geht, sieht die Sache schon ganz anders aus!
    Powerprogramm – OK, das man viel sehen möchte! Verständlich!- aber Erholsam? – ist etwas anderes!
    Aber vielleicht sind sie so, spiegelt sich ja auch in der Arbeit wieder – viel schaffen – in geringer Zeit – und wenig Pause! Nur keine Zeit verschwenden, und schon gaaar keine Freizeit!

    Liebe Grüße Samoht

    Februar 7, 2012 um 7:52 pm

  3. BigAl

    Schonmal überlegt daß er sich gerade WEIL die Familie mitkommt VERPFLICHTET fühlt ein solches Programm aufzulegen?

    Februar 7, 2012 um 9:22 pm

  4. @Samoth: Freizeit? Was ist das?
    Aber aus den meißt geläufigsten Statistiken fällt er schon alleine deshalb raus, weil er mit einer Langnase zusammen ist.
    Manche Dinge entdeckt man halt erst im Laufe der Zeit am anderen.. manches gut, manches halt schlecht. Aber wir haben es bis hierhin geschafft und werden so schnell auch nicht aufgeben!

    @ BigAl: gugst du hier : „Kann ich nachvollziehen, aber dann frage ich mich auch wieder warum muss er seine Familie mitnehmen, wenn die doch viel lieber Touristisches Hochleistungsprogramm haben würden? Warum fahren wir nicht einfach wo anders hin, wenn ihm Natur grad nicht so zusagt und er „was sehen will“? “

    Was ich damit meine ist, warum er dann grade ein Ziel aussucht, dass mir so am Herzen liegt (für das ich Zeit brauche) und von dem er weiß das da nichts Touristisch hyper Interessantes ist – um mir daraus dann auch noch einen Vorwurf zu machen.
    Ich hätte z.B. kein Problem damit durch Österreich oder die Schweiz zu touren, oder meinetwegen das Niedelande-Programm vom letzten Jahr nochmal zu wiederholen, denn ich denke dass das wesentlich interessanter für seine Familie sein würde..
    Außerdem müssen wir auch daran denken, dass wir mit zwei kleinen Kindern unterwegs sind und die auch irgendwo ihre Grenzen haben (aka. uns nen Vogel zeigen wenn wir den ganzen Tag im Auto sitzen und nur kurz zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten sprinten).

    Februar 7, 2012 um 9:50 pm

  5. Heydal

    Liebe Rose ich sage es nur ungern, aber ich kann die Wünsche deines Freundes nachvollziehen. Er will anstatt seinen familiären Verpflichtungen als ältester Sohn während des Obon nachzukommen, zu Dir nach Europa reisen. Was mag das wohl bedeuten ?

    Du hast ihm von Südtirol erzählt, und wie wichtig diese Erinnerungen für Dich sind. Und Er will mit Dir dorthin. Was mag das wohl bedeuten ?

    Er will mit seiner Mutter und seiner Schwester zu Dir kommen. Ich vermute das ist das erste Mal das diese dabei sind, und vielleicht das erste Mal das Sie in Europa sind. Was mag das wohl bedeuten ?

    Vielleicht soll sein Familie einen Einblick in dein Leben, deine Kultur, deine Wurzeln bekommen. Vielleicht will er das auch. Vielleicht findet Er es wichtiger Zeit mir Dir zu verbringen anstatt während des Obon seinen Verpflichtungen nachzukommen.

    Und übrigens finde ich es bemerkenswert das auch seine Mutter bereit ist während des Obon in den Flieger zu steigen um Dich zu sehen.

    Du beklagst Dich das Du keine japanischen Stressferien haben willst, und übersiehst das wesentliche. Du übersiehst dabei das Du ganz offensichtlich zu einem Teil dieser japanischen Familie geworden bist, und wenn das beinhaltet das Du nicht die von Dir gewünschte Art von Ferien haben kannst, ist das ein kleiner Preis. Beziehungen beinhalten immer Kompromisse, in interkulturellen Beziehungen fallen die Kompromisse meist noch etwas grösser aus, für alle Beteiligten.

    Es tut mir leid Rose, ich kann deinen Frust zwar nachvollziehen, von wegen Zeit für Euch, aber das ist im grossen Kontext gesehen doch ein sehr kleinliches Gefühl. Sorry, aber so sehe ich das. Wiewohl ich natürlich nur sehe, was Du schreibst ),D und das ist sicher nur ein kleiner Ausschnitt.

    Hoffe einer von Euch beiden greift zum Hörer..
    Alles Gute Heydal

    Februar 8, 2012 um 1:33 am

    • Lieber Heydal, danke für den Post.
      Ich habe auch versucht so zu denken und ja, ich habe zum Hörer gegriffen und ihn angerufen. Allerdings mit einem anderen Ergebnis als das was du dir vorstellst und ich mir gewünscht hätte.
      Es kam nämlich dabei heraus, dass ich ihm in dieser Beziehung relativ egal bin. Er wird ohne mich mit seiner Familie wegfahren.
      Es ist ok für mich, denn es wird seine Mutter von Obon ablenken – auch wenn sie eh keine Verbindung zu dem Fest haben.
      Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass, so weh es auch tut, es egoistisch wäre die Zeit mit ihm verbringen zu wollen. Ob mit Familie oder ohne. Aber trotzdem bleibt ein schaler Geschmack, denn er wird nah sein und doch nicht bei mir.
      Zähne zusammen und durch. Es werden bessere Jahre kommen. Hoffe ich.

      Februar 8, 2012 um 4:59 am

      • Oh man. Das ist jetzt aber nicht so schön ausgegangen. Aber ich kann auch die Seite von deinem Freund verstehen. Schafft ihr es dann noch trotzdem euch dieses Jahr zu sehen? Ansonsten wäre das ja wirklich sehr bedauerlich. Was haben die den für ein Urlaubssystem dort? Ein Freund von mir, hat es mir schon mal versucht zu erklären. Ganz verstanden habe ich es aber nicht. xD Kopf hoch, kommen auch bald wieder bessere Zeiten! Was ich mich noch frage, warum hast du nicht schon längst deine Kinder gepackt und bist bei ihm in Japan? Wie lange wird der Weg noch sein? Bin neugierig sorry… 😉

        Februar 8, 2012 um 9:19 am

      • Es ist eigentlich garnicht so schlimm wie es sich anhören mag und wir haben heute lange darüber gesprochen.
        Vielleicht ergibt sich später noch die ein oder andere Option, denn der Sommer ist auch noch ne Weile hin.
        Er hat seinem Vater versprochen seiner Mutter den Wunsch zu erfüllen das Ausland erkunden zu können – denn in den letzten 8 Jahren hatte sie duch die Pflege ihres Mannes und duch ihre Verpflichtungen der Familie gegenüber keine Gelegenheit dazu.
        Zum reisen bleiben nur die Ferien in der Golden week oder um Obon im Sommer. Beides sind in der Firma in der Bf arbeitet „Pflichtferien“ und decken den Großteil seiner zur Verfügung stehenden Urlaubstage ab.
        Die verbleibenen Tage werden selten genommen, da es als unhöflich gegenüber dem Chef und den hart arbeitenden Kollegen gilt.
        Wir werden uns natürlich sehen, aber wohl nur 1x dieses Jahr da meine Semesterferien sich nicht mit den Ferien der Kinder decken und ich somit nicht wegfahren kann.
        Wir sind „noch nicht“ in Japan hauptsächlich wegen meines Studiums, meiner Kinder und allem was sich so um Fukushima herum abspielt.
        Ich möchte gerne finanziell komplett unabhängig sein, denn man weiß am Ende nie was alles passieren kann. Mein Studium zieht sich auch noch eine Weile hin und auch der Rest ist daher noch sehr unkonkret.
        Mein Freund wird versuchen sich zeitweise nach Deutschland versetzen zu lassen, so dass der Zeitramen nicht mehr ganz so groß ist.
        Und letzten Endes ist es egal, ob wir hier zusammen sind oder in Japan – auf das zusammen sein kommt es an.

        Februar 8, 2012 um 1:13 pm

  6. Ja dann drück ich dir mal die Daumen! Hab ich mitbekommen das du eine Modelschule besucht, ich dachte vielleicht gäbe es da auch die Möglichkeit in Japan. Aber wenn die Möglichkeit besteht, dass er sich nach Deutschland versetzen lassen kann ist das ja auch gut. Du hast vollkommen Recht, zusammensein ist das Wichtigste! 🙂

    Februar 8, 2012 um 2:01 pm

    • Modeschule sollte das heißen… xD Hab wohl gestern zu viel das Perfekte Model angeschaut… LOL

      Februar 8, 2012 um 2:01 pm

    • ja, ich studiere zur Zeit Modedesign hier in Deutschland – und natürlich würde es die Möglichkeiten geben, dass auch in Japan zu studieren. Aber das Ganze drum herum stimmt momentan einfach nicht. Studium in Japan an den Eltie-design Unis ist nicht so ein Vormittagsjob wie hier in Deutschland. Ich spielte eine Zeit lang mit dem Gedanken, nach beendigung des deutschen Teils in Japan zu promovieren. Aber ich denke das ist ein wenig unrealistisch. Von daher konzentriere ich mich lieber auf das hier und jetzt und sehe zu, dass der Grundstein für einen guten und sicheren Job gelegt wird.
      Auch wenn mein lieber Mann darauf erstmal mit einem „und wer kümmert sich dann um den Haushalt?? Also bei Japanischen Frauen…“ reagiert hat 🙂

      Februar 8, 2012 um 2:09 pm

  7. user

    Modedesign in Deutschland = mglw. guter Job in Deutschland, aber arbeitslos in Japan (außer vlt. Eikaiwa)

    Bf Sohn der Familie = wird niemals Leben in Japan aufgeben und dauerhaft in DE leben

    So eine Fernbeziehung über den halben Kontinent wird auf _keinen_ Fall funktionieren. Wochenendbeziehungen sind schon schwierig, und das ist ja noch nicht mal ansatzweise sowas.
    Außer einer von Euch beiden fasst zügig und zielstrebig den Plan, ins andere Land zu ziehen und dort dauerhaft zu wohnen. Wahrscheinlich wirst Du das sein müssen.

    Ich lasse mich gern in 5 Jahren vom Gegenteil überzeugen, glaube da aber nicht dran…

    Februar 8, 2012 um 4:59 pm

    • Ich wünsche dir die nächsten 5 Jahre viel Spaß beim lesen hier.

      Februar 8, 2012 um 6:28 pm

  8. Heydal

    Never give up ……………………………

    Februar 9, 2012 um 3:08 am

  9. nebo

    Liebe Rose,
    deinen Blog finde ich total spannend! Japan bis ins Detail, davon kann ich nicht genug kriegen… 😉
    Vieles, was Du so zum „Japanischen Mann“ schreibst, kommt mir ganz bekannt vor. Mein Mann ist zwar Mongole und wir leben hier, aber ältester Sohn, konservativ und überhaupt ^^. Von den Meinungsverschiedenheiten, die Du beschreibst, hatten wir in der Anfangszeit auch eine ganze Menge. Wenn man solche Entfernungen überbrücken muss, und das oft auch noch mit Sprachbarriere per Telefon, gibt es natürlich Missverständnisse an jeder Ecke. Von daher, und auch was diese großen Unterschiede betrifft, die sich abschleifen und besser von selbst erklären, wenn man sich öfter sieht, kann ich nur sagen, dass das Zusammenleben wirklich sehr hilft.
    Ich kann Heydal zustimmen, dass man sich die Sache auch von der anderen Seite ansehen und probieren sollte, sich einmal richtig in die andere Seite hineinzufühlen. Das, was einem in Deutschland vielleicht selbstverständlich vorkommen mag, kann von der anderen Seite ein riesiger Willensakt sein. Ich finde es total beachtlich, dass sich ein Mann, der aus solchen Lebenswelten kommt, zu einer europäischen Frau mit Kindern bekennt und seine Verwandten mit ins Boot holt. Vielleicht muss man sich ja nicht einer Meinung sein, aber es hilft, zu zeigen, dass man den Kraftakt des anderen trotzdem sieht und anerkennt..
    Ganz böse in die Schublade geschoben – „diese Art“ Mann kann man nicht mit Härte knacken ;-). Manchmal muss man eine Menge herunterschlucken und wird nach später Einsicht mit einer stillen Entschuldigung/Wiedergutmachung belohnt. Kämpfen lohnt sich :)!
    Alles Gute für Euch!

    Februar 9, 2012 um 10:48 am

  10. Zanzi

    Liebe Rose,

    lass dich nicht von Unkereien wie „Das kann nicht gut gehen… etc.“ verunsichern. Auch wenn viele solcher Beziehungen scheitern können, so muss es dir noch lange nicht so ergehen. Es gibt genug Nahbeziehungen, die nicht funktionieren, wie es Fernbeziehungen gibt, die über viele viele Jahre hervorragend funktionieren. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Kraft und die Bereitschaft, euch wirklich lieb zu haben. Beziehung ist eben auch viel Arbeit, egal ob man sie in einer Nah- oder Fernbeziehung lebt.

    Was du hier beschreibst, kommt mir äußerst bekannt vor und scheint mir eher eine komplizierte japanische Angelegenheit zu sein und ich glaube Heydals Erläuterungen kommen der Wahrheit am nächsten, auch wenn das Resultat am Ende scheinbar anders aussieht. Ich glaube wirklich, dass für das Inselvolk eine Reise nach Europa auch vom Kopf her etwas anderes ist als für uns eine Reise nach Japan. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dein Schatz selbst ein wenig überfordert ist, weil er nun zwischen zwei Stühlen sitzt und das Gefühl bekommt, es keinem recht machen zu können. Ich selbst habe es trotz meiner Inselwurzeln nicht geschafft, zu verstehen, welche Mechanismen sich eigentlich in solchen Situationen selbstständig machen – aber die Wünsche der Familie zu erfüllen hat dort ganz andere Prioritäten als in Deutschland. Warum das so ist, weiß ich nicht wirklich genau. Sozialisation?

    Aber abgesehen davon: als wir vorletztes Jahr nach Japan gefahren sind, haben wir uns auch ganz anders als sonst für eine Backpacker’s Stressreise von Tokyo bis nach Kyushu entschieden, statt einen Entspannungsurlaub auf einer Okinawa-Insel zu machen. Die Eltern deines Partners sind sicher nicht mehr die Jüngsten und können nicht davon ausgehen, alle zwei Jahre nach Europa zu fahren, zumal sie ganz andere Probleme auf Reisen haben als z.B. du. Sie sind darauf angewiesen, dass sie jemand begleitet – dass sie dann berühmte Orte sehen wollen, wovon ein Japaner ein Leben lang von zehrt, ist sicher verzeihlich.

    Aber deine Gefühle kann ich mehr als gut verstehen!
    Ich wünsche dir sehr, dass du dieses Tief schnell überwindest und dass ihr bald neue Pläne für dieses Jahr schmieden könnt!
    Liebe Grüße!

    Februar 9, 2012 um 7:00 pm

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