Zurück aus Nikko – Teil 1

(die Asahi poopoo-schaumkrone vom Highway aus fotogafiert..)

Uuuuhg, da hatte ich doch glatt vergessen zu erwähnen, dass wir einen 2 – Tage Kurzurlaub in Nikko angetreten haben nach dem schauen des Finales der  Fußball Weltmeisterschaft der Frauen..

Die erste Hälfte des Spiels fand ich ziemlich langweilig und habe sie weitestgehend mit schreiben des letzten Blog-posts, sowie diversen emails etc. verbracht – die zweite Halbzeit dagegen habe ich dann doch mitgeschaut (Bf hat so lange rumgequängelt bis ich aufgegeben habe….).

Hatte eigentlich gedacht, dass die Amis das rennen machen, da sie als Einzelspieler stärker waren, aber ich wurde ja eines besseren belehrt und es konnte ja keiner ahnen, das die Mädels am Schluss so anziehen und die pumuckelige Torwart-lady es mal schafft nen Ball zu halten! Nedeshiko Japan!

Ist irgendwie ein gutes Gefühl, selbst wenn man mit Fußball nichts am Hut hat und der Gattung „Japaner “ nicht angehörig ist. Mag vielleicht daran liegen, dass ich in gewisser Weise ein kleiner Japan-freak bin. Somit habe ich mich riesig gefreut, dass „wir“ den Titel geholt haben!

So, und nun zurück zum eigentlichen Thema des Posts.

Wir sind ins Bett gegen 2:30. Der Wecker klingelte um 3:30.Das Spiel zog sich bis 7:00 hin plus hinterher noch Interviews und so weiter. Ab 9:00 stand unser rental-car bereit zur Abholung. Reisetasche noch nicht gepackt, und die Onigiri noch nicht fertig.

Ihr seht worauf ich hinaus will?

Im Akkord habe ich gepackt, während Bf sich in der Küche mit den Onigiri abmühte. Eigentlich wollte ich das machen, aber er wollte mir beweisen das das gestrige Dinner nicht nur ein Glückstreffer war, sondern er es auch so schafft was essbares zu zaubern. Gut, das Mentaiko ist am Ende ein steinharter Brocken geworden – aber er hat sich bemüht.

Endlich alles Gepackt und auf zum Autoverleih auf der anderen Seite von Sakuragicho – Minatomirai.

Wir bekamen ein kleines knuffiges weißes Autöfftöff zugeteilt und schwupps waren wir auch schon auf dem Weg nach Nikko. Unterwegs mussten wir feststellen, das die Fahrt mit Schlafmangel dann doch nicht so der Hit ist. Kaffee musste her. Intravenös wenn möglich. Nicht möglich, also blieb nur der Conbini-schlabberkaffee. Immerhin. Danach ging es uns ein bisschen besser.

Tag 1 der Reise – Chuzenji-ko und Keigon falls, Übernachtung in Kinugawa.

Die Strecke zum Chuzenji-ko schlängelte sich in schier endlosen Serpentienen die Berge hinauf. Bf leidet unter „car-sickness“ (mir fällt verdammtnochmal das deutsche Wort dafür nicht ein!) und selbst ich, wo ich doch eigentlich einen recht starken Magen habe, fühlte mich ein wenig flau.

An einem Rastplatz angekommen, sahen wir ein Schild für eine Seilbahn zu den Keigon-Wasserfällen, das musste natürlich direkt genutz werden.

Wenn das Schild sagt „zu den Keigon-fällen“, was erwartet man dann?

Wir landeten auf einer Aussichtsplattform mit Blick auf die Wasserfälle. In gefühlten gut 200km Entfernung. Kamera hat gottseidank nen starken zoom…Bf war mittelmäßig enttäuscht.

Weiter ging die Fahrt und so landeten wir dann doch noch an der richtgen Stelle. Ein Fahrstuhl führte durch einen Felsen zu einer Plattform direkt an den Wasserfällen! Der Wind trug mikroskopisch kleine Wassertröfchen in unsere Richtung und es fühlte sich verdammt gut an – plus dem super Ausblick.

Sattgesehen ließen wir uns wieder an die Oberfläche transportieren. Sattgesehen ist nicht gleich sattgegessen, und so stürzte Bf sich auf die reichlich vorhandenen Fressbuden, die zu akkuraten Preisen jeden Geschmack bedienten. Wir entschieden uns zunächst für eine „Gyoza-korokke“. Im Grunde so etwas wie eine RIESIGE Krokette mit ein paar Gyoza als Füllung in der Mitte. Danach gab es für mich noch Keigon-dango – die waren aber nicht sooo berauschend wie erwartet und zu guter letzt genehmigte sich Bf noch eine Art Eintopf dessen Name mir irgendwie entfallen ist (irgendwas wie Suiton oder so). Sah aber ganz lecker aus. Ich habe nichts abbekommen, denn dank eines netten Kommentars von Bf haben wir uns ein wenig in die Wolle bekommen.

Die Streitigkeiten ausgemerzt begaben wir uns auf den Weg nach Kinugawa in unser Hotel.

Von außen sah es einfach nur dreckig aus, aber von innen…Ohohooooo..

Man stelle sich vor, ein riesiger Gebäudekomplex bestehend aus drei zusammenhängenden Gebäuden. Der Weg von unserem Zimmer zum Onsen betrug gute 10 Minuten, und der Weg vom Onsen zum Rotenburo nochmal 7.

Somit haben wir uns den Weg zum Rotenburo gespart und haben glücklich im Onsen geplantscht. Natürlich seperat. Die Japanischen Mädels wunderten sich wohl ein bisschen, aber sagten nichts und so genoss ich meine halbe Stunde Frieden.

Das Abendbrot im Hotel war .. fürstlich..königlich.. verdammt, dafür gibt es keine Worte! Es gab dort nichts, das es nicht gab! Jeder Wunsch wurde abgedeckt. Fisch, Fleisch, traditionell Japanisch, Chinesisch, frisches Tempura, ja sogar frisches Jakiniku, Tsukemono in allen Variationen, Sushi, Pasta, Pommes, süßspeisenbuffet und noch so vieles mehr.. Somit rollten wir am Ende total überfressen zurück auf unser Zimmer. Schlafen.

(mehr Fotos gibt es, wenn Bf endlich seine Kamera freigibt…….)

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2 Antworten

  1. Na, kleinere und auch groessere Kraeche, die gibt’s auch in den besten Familie. Die Versoehnung ist doch das Schoene daran!! Und klar, bei dem Minimalstschlaf plus Fahrt etc., da koennen schon mal die Pferde mit einem durchgehen.

    Uebrigens, habe einen link zu Deinem Blog auf meinem Blog gesetzt, hoffe das ist ok?!?! Noch viel Spass Euch beiden und ich warte auf mehr Berichte!

    Juli 22, 2011 um 3:28 am

  2. „mehr Fotos gibt es, wenn Bf endlich seine Kamera freigibt……“
    Oi, dein Bf hat das fuer einen Japaner extrem seltene Vergnuegen, eine weisse Gaijin durchs Bett schubsen zu duerfen und ist trotzdem noch so ne Zicke? Schlechte Erziehung, sag ich da nur……

    Davon ab, hab ich mal versucht unter die Keigonfaelle zu klettern und hatte sofort einen Aufseher am Arsch, der mich hoeflich wieder zurueckbeordert hat (Anzen daiichi und so…). Und als ich mal im „Selbstmoerderwald“ Aokigahara am Fuji spazieren gehen wollte, hatte ich sofort die Bullen am Arsch. Natur angucken ja, aber bloss nicht anfassen…..

    Juli 22, 2011 um 3:35 am

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