DSTY vs. Japanische Schule aka der Zukunftsplan

In diesem Frühling haben wir – mehr als jeh zuvor- über unsere Zukunft nachgedacht.

Momentan studiere ich in Düsseldorf, Lukas wird ab Sommer eine Grundschule in der Nähe besuchen und Mia einen Kindergarten.

Wir sind also für die nächsten 2-3 Jahre noch stark an Deutschland gebunden. Ob mir das gefällt oder nicht.

Da Bf nicht aus Japan raus kann/will, wird es wohl oder übel bis dahin noch eine Fernbeziehung bleiben.
Das ist anstrengend, lässt sich aber kaum umgehen, da alleinerziehenden Müttern nur äußerst selten ein Auslandsstipendium gewährt wird.

Aber in gewisser Weise ist es auch gut, dass noch reichlich Zeit ist bis zum Tag X, an dem wir Deutschland goodbye sagen, und uns endgültig nach Yokohama begeben werden, denn es gibt viel zu überdenken und zu planen.

Für uns steht fest, das wir uns irgendwo ein wenig außerhalb ein Häuschen zulegen wollen mit möglichst viel Natur und, dass es irgenwann noch ein kleines Geschwisterchen zu den beiden Großen geben soll.

Ich suche so ein bisschen nach einer „Totoro- Idylle“, kann es aber verstehen, das Bf nicht allzuweit von seiner Arbeitsstelle wohnen möchte- und schließlich will ich ja auch noch nen bisschen was von ihm haben.

Ein großes Thema bei uns momentan ist die zukünftige Schulwahl für die Kinder. Beide werden das deutsche Schulsystem kennen und so wird es um so schwerer, sie in Japan zu integrieren (was bei ihren Blondschöpfen ja eh schon ein großes Problem darstellen wird..).

Die Überlegung lag nahe, sich über die Deutsche Schule in Yokohama zu informieren.

Erschreckend fand ich die extrem hohen Gebühren, die dort für den Schulbesuch verlangt werden.
Klar, dort gehen hauptsächlich die Kinder von CEO’s und anderen gut verdienenden Bonzen, Geschäftsführern und anderem Oberklasse Gewimmel zur Schule.

Die Vorteile der Schule sind, dass man dort reguläre deutsche Schulbildung bekommt, also mit dem Abitur abschließen kann. Hauptsprache ist dort deutsch und es gibt regelmäßigen Japanischunterricht.

Nachteil ist zum einen die horrende Schulgebühr, dann die ständig wechselnde Klassenbesetzung (viele bleiben nur für kurze Zeit in Japan und wechseln mitten im Schuljahr, so wächst und schrumpft die Zusammensetzung stetig)- zum anderen, dass man quasi dem japanischen Schulsystem abdankt.
Das bedeutet : sollte man irgendwann in der Schullaufbahn seiner Kinder entscheiden, dass diese doch lieber auf eine japanische Schule wechseln sollen, so dürfen sie dort wieder in der ersten Klasse anfangen.
Ein guter Freund sagte zu mir, dass man die Schule danach wählen sollte, wo das Kind später mal studieren soll und auch was es studieren soll.
Ein Besuch der deutschen Schule schließt zwar nach dem Abitur einen Besuch der japanischen Uni nicht aus, erschwert diesen aber zusätzlich enorm.

Ein jetzt erst kürzlich aufgekommenes Problem der DSTY ist die Welle der „flyjin“, unter denen sich auch viele viele CEO’s und deren Familien befanden.
Es herrscht Schülermangel und man ist sich wohl noch nicht so sicher, wie es weitergehen soll.

Bf ist gegen das japanische Schulsystem, ich bin gegen einen Besuch der DSTY.

Der Kampf ist eröffnet.. aber mal so nebenbei- ich denke, dass ich die besseren Karten habe 😉

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3 Antworten

  1. Hallo!

    Habe (fast) dasselbe Problem. Soll doch zumindest unser Nesthaekchen spaeter auch auf die DSTY. Hast du dich mal bei der „Correns Stiftung“ erkundigt? Ich habe das Glueck in einer Firma des Gruenders und Stifters zu arbeiten und mache mir deshalb durchaus Hoffnung, fuer unseren kleinen „Half“ ein Stipendium zu bekommen. Die normal anfallenden Gebuehren kann doch kaum einer bezahlen, besonders wenn man mehrere Kinder zu versorgen hat.

    Mai 17, 2011 um 7:08 am

    • Ich bin mir immernoch nicht so ganz sicher, ob ich meine zwei wirklich auf die DSTY schicken möchte.. im Moment überwiegen für mich eher die Nachteile der Schule.
      Da wir, wenn wir erstmal „drüben“ sind aller Wahrscheinlichkeit nach so schnell auch nicht mehr zurück nach Deutschland kommen werden, würde ich mir schon wünschen, dass die Kinder ohne Probleme auf eine Japanische Uni gehen können. Außerdem lernen sie auf einer regulären Schule auch viel schneller Japanisch und wenn alles schief geht (diskriminierung oder sonstwas), dann könnten sie immernoch auf die Deutsche Schule wechseln. Umgekehrt ist das so einfach leider nicht möglich.
      Ich wollte bei meinem nächsten Aufenthalt im Sommer mal zur DSTY gehen und mich beraten lassen. Vielleicht können die dann die Zweifel ausräumen und mir die gesammte Liste der Vor-und Nachteile näher erklären..

      Mai 19, 2011 um 5:02 pm

  2. Hallo Rose,
    ist zwar schon ziemlich alt, aber ich würde auch eher für das japanische System stimmen. Vor allem wenn du vor hast dort längere Zeit zu leben. Deine Kinder lernen schneller japanisch und können dort Kontakte knüpfen. Außerdem wäre der umstieg von japanischem System aufs deutsche leichter als anders herum.
    Hast du dich mittlerweile schon entschieden?
    Kannst ja vielleicht irgendwann nochmal einen Post machen ob und wie du dir dein zukünftiges Leben in Japan vorstellst.
    LG Maru

    PS
    wir haben uns mal auf dem nekobento Treffen in Düsseldorf kennen gelernt. lang ist es her

    März 12, 2013 um 6:40 pm

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