Highlights Holland und Belgien

Nun endlich weiter mit dem Reisebericht!

Da es mittlerweile gut 13 DinA4 Seiten mit getipptem Text sind, habe ich mich entschieden euch nur die super special Highlights zu verraten. Fühlt euch geehrt, das ich euch nicht mit dem Rest quäle 🙂

Der von meinem Männe verbrochene Reiseplan (man bedenke- nur 5 1/2 Tage Zeit und zwei kleinere Kinder im Gepäck..):

Düsseldorf -> Hildesheim ( meine Heimatstadt) -> Haarlem -> Amsterdam -> Delft -> Den Haag -> Zaanse Schanz -> Keukenhof -> Antwerpen -> Brügge -> Brüssel -> Düsseldorf

Euch ist nicht ganz begreiflich wie man so einen Plan erstellen kann? Dann legt euch ein Japanisches Gehirn zu, denn ich wage zu behaupten nur Japaner können sowas!

Direkt am ersten Tag ging alles schief. Viel zu spät fuhren wir in Hildesheim los und kamen somit erst kurz vor Mitternacht an unserem Hotel an. Von unterwegs hatte ich schon per email angemeldet, dass wir zu spät kommen würden, also wiegten wir uns in Sicherheit.

Angekommen mussten wir dann feststellen Mist, Hotel dunkel und keiner macht auf!! Nachdem wir die total übermüdeten Kinder wieder ins warme Auto gebracht hatten, begann ich Telefon-terror mäßig Anrufe in Dauerschleife zu starten, klingelte an der Tür Sturm und was weiß ich nicht noch alles. Aber keine Chance, es war alles dicht und so musste für die Nacht ein neuer Plan her. Queensday in Holland. Was für ein Spaß. Besoffene Menschen die vors Auto torkeln. Mitten auf einer Schnellstraße. Nach mehreren Anrufen bei anderen Hotels stand schnell fest wir hatten keine Chance. Kurz überlegt und dann beschlossen die Nacht im Auto auf einem Rasthof zu verbringen. Jaaaa.. das macht super Spaß in einem recht knutschkugeligen Auto mit zwei riesen Kindersitzen und Gepäck auf der Rückbank. Aber Japaner sind ja in Origami und Tetris spielen geübt und somit bastelte Bf uns eine relativ gemütliche Schlafstätte zusammen. Währen da nicht.. währen da nicht die Temperaturen in den Minusbereich gefallen. Ein paar mal mussten wir den Wagen starten um die vermalledeite Klimaanlage zum laufen zu bringen um es uns wenigstens ein bisschen warm zu machen.

Am nächsten morgen hatten wir dann noch Spaß beim Tanken (ja, Japanische Autos sind..anders..), erkundeten die total vermüllte Innenstadt von Haarlem, checkten dann doch noch in unser Hotel ein und bekamen sogar noch ein leckeres Frühstücksbuffet zum Start in den Tag.

Der Plan änderte sich dementsprechent in Haarlem -> Zaanse Schans -> Amsterdam..

In Amsterdam dann ein Erlebnis der unschönen Art. Es gab einen Fahrradweg und einen sehr sehr breiten Bürgersteig. Ich war mit Mia beschäftigt, die volkommen übermüdet in ihr Tragetuch verpackt werden wollte, Toshi versuchte grade irgendetwas mit seiner Kamera anzustellen und Lukas hüpfte  brav auf dem Bürgersteig hin und her. Auf einmal ein Aufschrei, mit Schrecken sah in in Zeitlupe wie eine Frau auf ihrem Fahrad auf Lukas zusteuerte, ihn anbrüllte er solle gefälligst aus dem Weg gehen, Lukas sich langsam umdrehte, verschreckt von dem Schreien der Frau. Dann krachte es auch schon und Lukas flog.. Gottseidank landete er glücklich und konnte den Sturz gut abfangen – hat sich also nichts getan, aber natürlich furchtbar erschreckt. Der Fahrad-Frau ist ihr Iphone wohl aus der Hand geflogen, denn es lag inmitten der Splitter der Außenhülle und für eine Sekunde dachte ich ensthaft darüber nach, nochmal draufzutreten. Nicht, dass sich die Frau bei Lukas oder uns entschuldigt hätte, nicht, dass sie sich um Lukas gekümmert hätte. Nein, sie hat uns auch noch wüst beschimpft bis mir der Kragen geplatzt ist als ich Lukas sicher in Bfs Armen wusste. Unter den vielen entsetzen Zeugen habe ich der Dame dann erklärt das zwischen Bürgersteig und Fahrradweg ein Unterschied besteht, dass sie sich für ihre Existenz schämen sollte und ich hoffe, dass ihr heigeliebtes Elektronikspielzeug den Weg in die ewigen Jagdgründe gefunden hat. Alles in allem habe ich mich doch sehr ruhig und gefasst artikuliert – die Frau ist dann schleunigst auf ihr Fahrrad gesprungen und davon geradelt. Bis auf einen großen Schrecken ist weiter nichts passiert, aber da er eh so ein schreckhaftes Kind ist, führte das dazu, dass er (mit seinen 6 Jahren) den ganzen restlichen Tag über an unserer Hand klebte, sich hinter uns versteckte und allem was sich auch nur ansatzweise bewegte auswich. Ganz großes Kino. Es gab dann ein leckeres Eis und das Lächeln kehrte langsam wieder auf sein Gesicht zurück.

Ansonsten verlief die Reise – zumindest bis Delft – recht ruhig, wenn man nach dem Japanischen Pflichtprogramm der Sehenswürdigkeiten geht.

Wie schon erwähnt, scheiterte unser Plan in Delft erneut.

Auf unserer Reservierungsbestätigung für den Bungalow mit Meeresnähe, den wir für 2 Nächte gebucht hatten, stand check-in währe bis Mitternacht möglich. Jaaaaa.. genau… wir strandeten also wieder vor verschlossenen Türen. Wohlgemerkt um 20:00 abends. Tadaaa, die Rezeption schließt schon um 18:00. Schnell die Notfallnummer vom Plakat angerufen. Ein Mann geht dran, hört sich unser Problem seelenruhig an und sagt dann nur: „Entschuldigung, DIESE NUMMER ist für NOTFÄLLE. Das ist kein Notfall.“ und er legte auf. Einfach so. Ich bin mir selten so verar***t vorgekommen.

Eine weitere Nacht im Auto? Nein danke! Mit viel ein, dass ich auf dem Handy Werbung für „Stay Ok“, eine holländische Hostel-Kette, gesehen hatte und rief schließlich dort an um zu fragen ob es da noch ein Plätzchen für uns gibt. Alles kein Problem, man würde auf uns warten und ein Frühstück würde es dort dann am nächsten Morgen auch geben. Also auf nach Den Haag zum Hostel, am nächsten Tag dann Schnauze voll von Den Haag und auf zu unserem Bungalow im Nirgendwo.

Man war geschockt, als man vom Vorabend erfuhr und versuchte uns den weiteren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Ein Strauß Blumen, ein Schlüsselband, kostenloses Wäsche wachen und trocknen, ein Pizza Gutschein. Leider habenwir auf die Blumen allergisch reagiert, die Waschmaschine hat einen Teil von Bfs Wäsche zerfetzt und Pizza konnten wir beim besten Willen nicht mehr sehen, aber es ist ja bekanntlich die Geste die zählt – und der Ferienpark in welchem sich der Bungalow (für 8 Personen…riiiiesig) befand, entschädigte auf alle Fälle. Wir unternahmen noch einen Ausflug zum Strand, sammelten einige Muscheln, sahen einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer und ließen uns von Bf bekochen. Endlich wieder Reis essen! Endlich wieder Tonshiru genießen!

Am schönsten fand ich übgigens Brügge. Der Ausflug dort hin hat sich wirklich gelohnt!

Wir sind am Ende wieder gut in Düsseldorf angekommen, haben noch einen schönen Nachmittag mit Bento am Rhein gehabt und mussten uns dann schon wieder von Bf verabschieden.. für ihn ging es zurück nach Yokohama und am Tag nach der Landung auch schon wieder zurück zur Arbeit.

Wie immer war die Zeit viel zu kurz, aber wir haben sie genossen!

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